Aktuell
Struktur und Niveau sehr unterschiedlich
Die Ausgaben für Nahrungsmittel betragen durchschnittlich 303 Euro
Wiesbaden/Bonn (age). In den privaten Haushalten Deutschlands wird gut die Hälfte der Konsumausgaben für Grundbedürfnisse aufgewandt. Wie das Statistische Bundesamt vergangene Woche bei der Präsentation der neuesten Einkommens- und Verbrauchsstichprobe mitteilte, betrugen im Jahr 2003 die durchschnittlichen monatlichen Konsumausgaben 2177 Euro. Für das Wohnen wurden dabei im Mittel 697 Euro, für Nahrungsmittel 303 Euro sowie für Bekleidung 112 Euro aufgewendet. Sowohl Niveau als auch Struktur der Konsumausgaben unterscheiden sich stark in Abhängigkeit von den verfügbaren Einkommen der Haushalte und dem jeweiligen Alter der Ernährer. Beispielsweise gaben Haushalte mit einem Nettoeinkommen von weniger als 900 Euro monatlich 807 Euro für Konsumzwecke aus, davon 140 Euro oder 15,6 Prozent für Nahrungsmittel. In Haushalten mit einem Nettoeinkommen ab 5000 Euro flossen 4117 Euro in den Konsum, wobei 463 Euro beziehungsweise 9,2 Prozent in Nahrungsmittel investiert wurden. Aufgrund ihrer geringen Einkommensbasis beschränken sich die Haushalte der unteren Einkommensschichten in ihrer Konsumnachfrage stark auf den Kauf von Gütern und Dienstleistungen des Grundbedarfs. So wendeten den Wiesbadener Statistikern zufolge die Haushalte mit einem Nettoeinkommen von weniger als 900 Euro knapp 63 Prozent ihres Konsumbudgets für Ernährung, Wohnen und Bekleidung auf. Haushalte mit einem mittleren Nettoeinkommen von 2 000 Euro bis 2 599 Euro setzten 53 Prozent dieses Budgets für die Grundversorgung ein, während Haushalte mit Bezügen von mindestens 5 000 Euro für diese Dinge nur 45 Prozent ihrer Konsumausgaben locker machen mussten.
Die wohlhabenden Haushalte mit einem Nettoeinkommen von mindestens 5000 Euro tätigen laut Angaben des Statistischen Bundesamtes relativ hohe Ausgaben in den Bereichen Verkehr und Wohnungsausstattung, wo Anteile von 16,1 Prozent beziehungsweise 6,7 Prozent ermittelt wurden, während die entsprechenden Quoten bei den Haushalte in den unteren Einkommensklassen nur etwa halb so hoch lagen.
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