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Stromrechnung genau analysieren

Anpassung der EEG-Abgaben verteuern Strompreis / KfW fördert Energieberatungen


Wunstorf (p). Die Stromkosten gehen wieder nach oben, meldet Energieberaterin Andrea Stanzel. Zwar seien die Beschaffungskosten an der Strombörse stark gesunken, eine neue Hiobsbotschaft sorge jedoch dafür, dass die Freude hierüber schnell wieder getrübt wird. Dieses Mal sind es allerdings staatliche Abgaben, durch die der Strom-Verbraucher tiefer in die Tasche greifen muss.

Seit 1. Januar 2010 haben sich die Abgaben zu den „Erneuerbaren Energien“ geändert. Diese sind bundesweit auf 2,047 Cent je kWh angehoben worden. In Folge dessen werden sich die Stromkosten erheblich erhöhen. Die Verteuerung wird mit bis zu 1 Cent je kWh zu Buche schlagen. Mittlerweile sollten alle Betriebe von ihrem Versorger entsprechende Information erhalten haben.

Preisveränderungen

Für die verschiedenen Vertragsmodelle bedeutet das:

Verträge mit Leistungsmessung: Hier werden die Abgaben ohnehin als separate Position abgerechnet. Die höheren EEG-Abgaben werden dem Betrieb weiter berechnet.

Verträge ohne Leistungsmessung: Je nach Vertragsgestaltung fällt die Preiserhöhung unterschiedlich aus. Da die EEG-Abgaben für die Versorger einen durchlaufenden Posten darstellen, ist zu erwarten, dass weitere Stromanbieter ihre Preise anheben werden.

Für die Änderung der EEG-Abgabenhöhe gibt es mehrere Gründe. Ein Grund sind die gestiegenen Investitionen in erneuerbare Energien. Die daraus resultierende Stromeinspeisung – beispielsweise durch Fotovoltaik – wird mit einem hohen Preis vergütet. Diese Vergütung wird auf den Endverbraucher umgelegt. Je mehr Einspeisevergütung gezahlt wird, desto höher wird die Umlage.

Darüber hinaus ist durch die wirtschaftliche Krise der Stromverbrauch in Deutschland stark zurück gegangen. Somit wird die Summe der Mehrkosten für die Einspeisung auf wesentlich weniger verkaufte Leistung (kWh) verteilt.

Es gibt zwei Möglichkeiten, die Stromkosten in erträglichem/bezahlbarem Rahmen zu halten:

Erstens – durch geschickte Beschaffung und Preisvergleich mit alternativen Anbietern einen günstigen Bezugspreis aushandeln.

Zweitens – jede nicht verbrauchte kWh spart Geld. Von der KfW werden Fördermittel für bestimmte Energieberatungen gewährt. Die Förderung beträgt bis zu 80Prozent der Beratungskosten. Ziel hierbei ist die Senkung der Verbräuche und damit die Minderung des CO{-2}-Ausstoßes.

Informationen:

Andrea Stanzel

Unternehmensberatung für Energie

Tel. 05031 515331


Artikel vom 13.02.2010
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