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Strompreis auf niedrigerem Niveau

Suche nach günstigeren Angeboten könnte sich langfristig auszahlen


Wunstorf (p). Der Börsenpreis für Strom ist seit Beginn der wirtschaftlichen Krise drastisch gesunken. Derzeit befindet sich das Niveau auf dem von Anfang 2007.

Noch bis Mitte 2008 stieg der Preis nahezu ins Uferlose. Doch dann passierte das fast Unvorhersehbare – der wirtschaftliche Einbruch. Damit verbunden verringerte sich der Energiebedarf und in dieser Folge sind die Preise gesunken.

Im Bereich der Gewerbeverträge könnten nun einige Stromversorger für 2010 ihre Preise senken oder entsprechende Rabatte gewähren. Inwieweit das passieren wird, bleibt abzuwarten. Aber jeder Unternehmer sollte nach alternativen Anbietern mit günstigen Preisen Ausschau halten.

Dabei sollte aber neben dem günstigen Preis auch das „Drum herum“ gut abgewogen werden. Bei Tarifen mit Vorauskasse ist beispielsweise zu bedenken, dass im Fall der Insolvenz des Anbieters unter Umständen auch das vorab gezahlte Geld mit in die Insolvenzmasse fließt. Weiter sollte auf den Service des Anbieters geachtet werden: Hängt man bei Nachfragen ewig in der Warteschleife oder gibt es einen direkten Ansprechpartner? Was geschieht, wenn der neue Versorger zu spät anmeldet? Steht noch irgend etwas im Kleingedruckten, was zu beachten ist?

Bei Sonderverträgen mit Leistungsmessung wird grundsätzlich anders gerechnet. Die an einer Ausschreibung teilnehmenden Stromanbieter erstellen eine individuelle Einzelkalkulation für den Betrieb. Hier ist die Preisfindung von verschiedenen Faktoren abhängig. Unter anderem ist die Höhe der Benutzungsstunden ein wichtiges Kriterium.

Bereits jetzt können bei diversen Versorgern Preisangebote für 2010 und die folgenden Jahre angefordert werden. Die Energiebeschaffung erfolgt dann angelehnt an den aktuellen Börsenpreis und kann auch für einen längeren Zeitraum vertraglich fest vereinbart werden. Das Knifflige daran: Der Angebotspreis ist immer mit einer Bindefrist versehen. Durch die Börsenentwicklung kann er sich ganz schnell ändern – und zwar in jede Richtung.

Im Moment weiß keiner, wo der „Energiezug“ hinfährt, daher ist es unmöglich, Zukunftsprognosen zu erstellen. Aber mit Blick in die Vergangenheit ist der aktuelle Preis derzeit günstig.

Informationen:

Andrea Stanzel

Tel. 05031 515331


Artikel vom 29.07.2009
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