Aktuell
Stimmung hellt sich auf
ZDH legt Umfrage in 15.700 Handwerksbetrieben vor
Berlin (hk). Die Stimmung im Handwerk hat sich aufgehellt, die Handwerkskonjunktur wird stabiler. Das erklärte ZDH-Generalsekretär Hanns-Eberhard Schleyer in Berlin bei der Vorlage einer Umfrage in 15.700 Handwerksbetrieben.
Der schlechte Start in das Jahr habe sich nicht fortgesetzt. Dennoch würden auch in diesem Jahr die Umsätze sinken, der negative Beschäftigungstrend werde fortgesetzt und die Lage bleibe angespannt. Vor allem die fehlende Nachfrage, die deutlich gestiegenen Energiepreise und die starke Konkurrenz ließen eine schnelle Erholung nicht zu, so Schleyer.
„In Ostdeutschland sind wenig konjunkturelle Impulse zu spüren, in Westdeutschland gibt es dagegen im Süden und im Norden teilweise kräftige Auswärtsbewegungen, im Westen wiederum berichten einige Regionen von Verschlechterungen“, sagte der ZDH-Generalsekretär.
2005 werden die Betriebe mindestens 120.000 Mitarbeiter verlieren (minus 2,4 Prozent). Die Umsätze werden mindestens um 1 Prozent sinken (minus 4,5 Mrd. Euro).
Für das kommende Jahr erwartet der ZDH aufgrund der Umfrageergebnisse eine weitere Verlangsamung des Abwärtstrends: „Wir können davon ausgeben, dass die Umsätze nur noch leicht zurückgehen – bis zu minus 1 Prozent. Der Beschäftigungsabbau wird sich weiter verlangsamen auf minus 60.000 bis minus 80.000. Für das Handwerk ist die Entwicklung der Binnenkonjunktur mit einem Konsumanstieg von entscheidender Bedeutung.“
Schleyer rief Union und SPD zur notwendigen Haushaltssanierung auf, die nicht über höhere Steuern erreicht werde: „Besondere Probleme hätte das Handwerk mit einer Umsatzsteuererhöhung um 2 oder mehr Prozentpunkte. Das würde Konsum, Aufträge und Investitionen einbrechen lassen und die Schwarzarbeit stärken.“
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