Wirtschafts- & Firmeninfos

Start für Fabrikverkauf

„Ulmer Schokoladen“ öffnet sich Privatkunden


Wilhelmshaven (tkl). Die Ulmer Schokoladen GmbH & Co. KG in Wilhelmshaven will nun auch mit Fabrikverkauf „Kasse machen“. Dienstags bis sonnabends von 10 bis 18 Uhr werden auf 200 Quadratmetern Verkaufsfläche auch viele Artikel angeboten, die sonst nicht im Handel erhältlich sind. Neben den essbaren Köstlichkeiten werden unter anderem historisch anmutende Blechschilder für Schokoladen-Fans, Backformen, Wohnaccessoires und Bücher offeriert. Im Schoko-Café kann man Trinkschokolade genießen. Das Haus für den Fabrikverkauf ist zugleich „Heimat“ des kleinen „Schokoseums“, in dem über Schokolade und ihre Herstellung informiert wird.

An dem Tag, an dem der Startschuss für den Fabrikverkauf ertönte, wurde zugleich die Ende 2005 fertig gestellte Produktionshalle (Größe: mehr als 2.250 Quadratmeter) der Öffentlichkeit vorgestellt. Insgesamt werden bei Ulmer auf 11.000 Quadratmetern rund 3000 Schokoladenprodukte gefertigt. Die 80 Mitarbeiter produzieren täglich bis zu 40 Tonnen Schokolade.

Hauptsächlicher Abnehmer sind Kunden der Nahrungsmittelindustrie: In zahlreichen Eisspezialitäten, Puddings und Torten finden sich Ulmer-Produkte. Bei Ulmer in Wilhelmshaven geben zum Beispiel Unilever („Langnese“), Nestlé („Schöller“) und Coppenrath & Wiese ihre Schokoflocken für Torten und Eis in Auftrag. Knapp 30 Prozent der Produktion geht in fast 30 Länder weltweit, darunter Japan und Taiwan.

Als eine Art Vorzeigeartikel des Hauses gilt die „Borke“, bestehend aus feinen Lagen zarter Schokolade. Bei der Raspelschokolade wurde sogar eine Marktführerschaft erreicht.

Für die nähere Zukunft plant Ulmer einen Internetshop, mit dem der Endverbraucher versorgt werden soll. Der bekannte Patissier Peter Hauptmeier soll dieses Angebot mit monatlichen Rezept-Vorschlägen „veredeln“.

Das Familienunternehmen wurde ursprünglich 1859 in Berlin gegründet – als Kakao-Chocoladen- und Zuckerwarenfabrik Werckmeister & Retzdorff und wird in der dritten Generation von Michael Ulmer geleitet.


Artikel vom 24.05.2006
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