Meinung
Standorte und Standpunkte Kommentar
Nun sollten Bäcker auch in 2010 nicht auf die Schützenhilfe der Politik oder Stadtverwaltungen bzw. Justitia vertrauen, sondern ihr Glück selbst in die Hand nehmen.
Nur all zu oft geraten Bäckereien bei der Standortvergabe in guten Lagen angesichts global agierender Ketten der Systemgastronomie schnell ins Hintertreffen, selbst wenn Konzept, Bonität und Potenzial gute Karten versprechen. Top-Betriebe beweisen heute in vielen Städten mit hervorragenden Konzepen – auch in Alleinlage – dass eine Bäckereifiliale zur Attraktivität eines Stadtteils oder Einkaufszentrums beitragen kann. Es kann nur im Interesse der Städte liegen, eine Vielfalt und eine Wertigkeit von Anbietern im Einerlei der Discounter und Spielhöllen wieder aufzubauen. Schließlich gehen rund 2/3 der Deutschen ohne Kaufkrafteinbußen unbescholten durch die Krise.
Ein waches Auge, gute Kontakte und dann noch langer Atem bei den Verhandlungen sind gefragt, um im Poker um Standorte die eigenen guten Karten überhaupt ausspielen zu können. Es ist eine vornehmliche Aufgabe guter Handwerksbäcker mit tollen Konzepten in besten Lagen, das Image der Branche insgesamt zu profilieren und die backende Zunft in den Mittelpunkt der Stadtzentren zu rücken.
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