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Sportlicher Markenschutz

Ferrero erringt Erfolg im Markenstreit mit der FIFA


München (ke). Der Konsumgüter-Hersteller Ferrero hat im Markenstreit mit dem Fußball-Weltverband FIFA im Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland einen Teilerfolg errungen. Vor dem Bundespatentgericht in München trafen sich der Weltfußballverband Fifa und eine Klägergemeinschaft rund um den Schokoriegelhersteller Ferrero. Streitpunkt: Der Begriff „Weltmeisterschaft 2006“ in Deutschland und wer ihn wie verwenden darf.

Wie das Wirtschaftsmagazin Capital berichtet, hat das Deutsche Patent- und Markenamt auf Antrag von Ferrero am 9. Juni 2005 drei Begriffe gelöscht, die der Fußballverband zum Schutz seiner Vermarktungsrechte hatte eintragen lassen. Demnach darf die Fifa als WM-Veranstalter die Ausdrücke „WM 2006“, „WM Deutschland 2006“ und „Fußball WM Deutschland“ nicht mehr exklusiv für ihre oder die Werbekampagnen ihrer Sponsoren verwenden. Laut Fifa-Sprecher Markus Siegler habe sich der Fußballverband den Begriff vor zwei Jahren in sämtlichen Variationen schützen lassen. Demnach dürfe auf Schokoriegel Begriffe wie „WM 2006“ nur verwenden, wer eine offizielle Lizenz von der Fifa erworben hat. Ferrero habe zwar einen Vertrag mit dem deutschen Fußballbund, nicht aber mit der Fifa. Deshalb darf das Unternehmen seinen Hanuta-Tafeln und Schokoriegeln die Sammelbildchen mit deutschen Nationalspielern beifügen, nicht aber mit Begriffen wie „Fußballweltmeisterschaft 2006“ werben. Gegen die von Ferrero erwirkte Löschung der Markenrechte hat die Fifa Beschwerde eingelegt.

Der Weltfußballverband hat mehr als eine halbe Mrd. Dollar von seinen Sponsoren für die WM-Rechte kassiert. Dazu zählt neben der Bandenwerbung im Stadion auch das Recht, Logos und Begrifflichkeiten rund um die WM exklusiv nutzen zu dürfen. Die Fifa ihrerseits hat sich verpflichtet, die Rechte zu schützen. Das Urteil soll Anfang August gesprochen werden.


Artikel vom 05.08.2005
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