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Siegertypen unter sich
Hohe Leistungsdichte bei der Deutschen Meisterschaft 2008: Franziska Ickert und Klaus Back belegen die 1. Plätze

Sieger und Platzierte der Deutschen Meisterschaft freuen sich um die Wette (von links): Ekaterina Großmann (3. Platz Verkauf); Carolin Lehr (3. Platz Bäcker); Franziska Ickert (1. Platz Bäcker); Jens Lautenschläger (2. Platz Bäcker); Christina Heß (2
Fernsehen und Printmedien waren ebenfalls stark vertreten. Insgesamt 27 junge Leute stellten sich den Anforderungen der Jury, die das Thema „Stadtmusikfest“ vorgab. Alles übrige, wie Rezepte, Gewichte oder Vielfalt waren freigestellt.
Die Bäckereifachverkäuferinnen, darunter erstmals drei junge Männer, mussten ihre Verkaufskenntnisse beweisen, um die Veranstalter des Stadtmusikfestes optimal zu beraten. Die Bandbreite der fünf Bäckergesellinnen und neun Bäckergesellen reichte von essbaren Notenschlüsseln und gebackenen Musikinstrumenten bis hin zu Flechtwecken und Schautorten.
Sehr angetan war ZV-Präsident Peter Becker von der starke mediale Präsenz bei der Preisverleihung. Er lobte nicht nur die Leistungsbereitschaft und das Können des jungen Nachwuchses, sondern machte auch deutlich, dass das Bäckerhandwerk modern und krisensicher ist. Beckers Dank galt allen, die bisher zum Erfolg der Landessieger und -siegerinnen beitrugen. Eltern, Lehrbetrieb und Schule seien die Säulen des Erfolges. Ein Dankeschön richtete der Präsident auch an die Akademie Weinheim für die gute Organisation, sowie an den Prüfungsausschuss, dem es bei dieser Leistungsdichte nicht leicht fiel, Sieger und Platzierte zu ermitteln.
Positives Denken
Michael Wippler, der sächsische Landesobermeister und Prüfungsvorsitzende, konnte feststellen, dass nun die Freude die Anspannung aus den Gesichtern verdrängt habe. Seit 2000 Jahren würde über die schlechte Jugend gesprochen. Dies könne er vor allem hier in Weinheim nicht nachvollziehen – dieser Jugend gehöre die Zukunft. Wippler lobte die hohe Leistungsbereitschaft der jungen Leute, deren positives Denken allemal besser sei, als ständiges Lamentieren über eine in der Tat nicht heile Welt. Für den Leistungswettbewerb 2009 gab Wippler das Thema „60 Jahre BRD“ vorzeitig bekannt.
Bei der Bekanntgabe von Siegern und Platzierten durch Präsident Becker war die Spannung fast mit Händen zu greifen. Verlierer gab es ob der hohen Leistungsdichte keine, denn ab den Drittplatzierten gab es ausschließlich vierte Plätze. Die beiden Erstplatzierten werden Deutschland beim europäischen Wettbewerb der Bäckerjugend vertreten. Peter Beckers Wunsch an die Teilnehmer: „Bleiben Sie als Elite nicht stehen und nützen Sie in Zukunft die Weiterbildungseinrichtungen in und für unseren schönen Beruf. “
Für die Sieger waren 2500 Euro (1. Platz), 1250 Euro (2. Platz) und 500 Euro (3. Platz) vom Zentralverband ausgelobt.
Nicht die Uhr anzuhalten, um Zeit zu sparen, war die Bitte von Heinz Krauß, dem Vorsitzenden der Deutschen Bäckerfachvereine. Krauß verteilte Gutscheine für Weiterbildungsseminare und warb mit kostenloser Mitgliedschaft in den Fachvereinen. Uwe Szech, Regionalverkaufsleiter von Bakemark, überreichte den Siegern Geldgeschenke für Weiterbildungsmaßnahmen. Vorne sei immer am meisten Platz, stellte Manfred Müller-Jehle von der Wirtschaftförderung der Stadt Weinheim in Vertretung des Oberbürgermeisters fest und übergab Buchgeschenke.
Fester Wille zum Sieg
Gemessen am Freudenschrei von Klaus Back, dem Deutschen Meister des Bäckerhandwerks 2008 im Verkauf muss seine Anspannung sehr groß gewesen sein. Doch nach eigenem Bekunden kam er nach Weinheim mit dem festen Willen zum Sieg. „Die Anstrengungen haben sich für mich auf jeden Fall gelohnt, auch wenn ich nicht den ersten Platz belegt hätte“, so der Sieger, der viele Kontakte zu Kolleginnen und Kollegen im ganzen Bundesgebiet knüpfen konnte. Vor allem lobte er die gute Organisation in der Akademie Weinheim. Lobenswert war für ihn auch das kollegiale Miteinander während des Wettbewerbs.
Die Freude der Landessiegerin von Hamburg war eher stiller Natur. Weinheim als Deutsche Meisterin der Bäcker zu verlassen, damit hat Franziska Ickert nach selbstkritischem Blick auf ihre Erzeugnisse nicht gerechnet, berichtet Sie der ABZ. Doch um so schöner war es für sie, den Meisterpokal aus den Händen ihres Chefs, ZV- Präsidenten Peter Becker, entgegenzunehmen. Die Zukunftspläne von Franziska Ickert sind klar umrissen. Die Abiturientin hatte im dualen Studium neben ihrer Lehre auch BWL studiert und ist in zwei Jahren Bachelor of Art. Daran anschließend will sie die Meisterprüfung ablegen und den Master in BWL. Zusammen mit ihrer Schwester wird sie dann den elterlichen Betrieb weiterführen.
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