Tagungen_Messen

Schweizer ziehen positive Messebilanz

Erfolgreiche FBK: Knapp 30.000 Besucher fanden auf der Messe einen gut organisierten „Treffpunkt der Meister“ / Attraktives Rahmenprogramm


Stuttgart (wkr). Die 29. Schweizer Fachmesse für Bäckerei-, Konditorei- und Confiseriebedarf (FBK) stand unter dem Motto „Treffpunkt der Meister“, und damit zielten die Veranstalter sowohl auf das Qualifikationsniveau des Fachpublikums, als auch auf den eigenen Anspruch als Fachmesse ab. Der Schweizerische Bäcker-Konditorenmeister-Verband (SBKV) zog in einer ersten Stellungnahme eine positive Bilanz: Die Besucherzahlen erwiesen sich im Vergleich zu 2007 nur leicht rückläufig (2007: 30.057; 2009: 29.191) und die Stimmung auf der Messe war ausgesprochen gut. Entgegen anfänglicher Befürchtungen, dass sich die Branche angesichts der Finanzkrise zögerlich gibt.

„Trotz der attraktiven Wettbewerbe und der enormen Investitionen von etwa einer halben Mio.Franken allein in die Wettkampfarena, bleibt die FBK in erster Linie Fachmesse für Aussteller und Unternehmer im Bäckerhandwerk“, betonte Beat Kläy, Direktor des SBKV auf der Pressekonferenz. Dass sowohl Bäcker als auch Aussteller in Bern eine gute gemeinsame Plattform für ihre Interessen und Geschäftsfelder fanden, bestätigten gegenüber der ABZ auch deutsche Aussteller, wie Ulmer Kemo, Kälte Rudi oder Häussler. Wolfgang Rainer, GF von Kolb Kälte oder Willi Grüninger, GF Grüninger AG und Mühlen Lietha AG, zeigten sich mit der Resonanz zur Halbzeit der Messe bei Ihrem Heimspiel zufrieden. Auf der Pressekonferenz bot der Schweizer Verband Peter Becker und GF Dieter Dohr die Gelegenheit, die in diesem Jahr ebenfalls stattfindende iba den zahlreich erschienen Medienvertretern vorzustellen: Nicht als Konkurrenten, sondern als sich ergänzende Fachmessen verstehen die Veranstalter die Ausrichtungen der jeweiligen Messe.

Ob Sigep, Sirha oder jüngst die FBK – kaum eine nationale Messe, die nicht versucht, durch attraktive Leistungswettbewerbe im Rahmenprogramm zusätzlich Besucher auf die Messe zu locken.

Den Schweizern ist das mit dem Swiss Chocolate Master, Lehrlingswettbewerben am Richemont Forum, einer Barista-Meisterschaft und last but not least der Europameisterschaft der Bäckerjugend vortrefflich gelungen. Dabei zeigten sich in Bern gravierende Leistungsunterschiede bei der angetretenen Bäckerjugend und in der Spitze ein ungewöhnlich hohes Können.

Nach dem die Schweiz bereits im letzten Jahr in Göteborg den Europameistertitel gewinnen konnte, liegen die Eidgenossen auch diesmal wieder vorn: In der individuellen Platzierung (Einzelwertung) gewann Melanie Weingartner, Schweiz vor Manuel Kroiher aus Österreich und Pernille Garsdal aus Dänemark. Auf Grund der erzielten Gesamtpunktzahl ging auch der Nationenpreis an die Schweiz: Zweiter Vertreter der Schweizer war Daniel Hächter und den Kreativpreis gewann Amandine Lhomme aus Belgien.

Dass die Schweizer gleich den Sieger, oder besser; die Siegerin stellen – und auch die Nationenwertung für sich entscheiden konnten, spricht für die exzellente Fachschule Richemont, aber nicht zuletzt natürlich für die gute Ausbildung in den meist kleinen Betrieben mit hohem Anteil an Handarbeit. Allein durch die knapp bemessene Zeit für die umfangreichen Prüfungsbestandteile unterschieden sich die Leistungen erheblich, da einige Kandidaten das Schaustück nicht fertig stellen konnten.

Um auch bei den World Chocolate Masters wieder zu glänzen – hier war das Abschneiden der Schweizer in die Kritik geraten – sollte die Swiss Chocolate Masters als nationale Meisterschaft eine erste, motivierende Hürde sein, da waren sich Stefan Ronang, Präsident SKCV, und Patrick Pastega, Vertriebsleiter von Barry Callebaut einig. Die Rechnung ging auf, denn mit Fabian Sänger, Produktentwickler bei der Kambly AG, hat die Schweiz ganz sicher einen leistungsstarken Vertreter ermittelt.


Artikel vom 11.02.2009
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