Fokus

Schneller werden


Welcher Eindruck bleibt nach der Internorga? Die richtigen Themen wurden angesprochen, (etwa ganzheitlich in Prozessen zu denken, alternative Energiequellen einzusetzen oder moderne Kälteverfahren zur Qualitätssteigerung zu nutzen); die richtigen Wege zur Positionierung auch, etwa mit dem Bio-Segment bei Backwaren oder mit einer zusätzlichen Range wie Speiseeis. Nicht viel Neues: weder bei den Trends noch bei den Feature der Backstubentechnik könnte man sagen, – aber der Eindruck aus vielen Gesprächen mit den Ausstellern, dass das Gros des Bäckerhandwerk einen Zahn zulegen muss, wenn es die zweifelsohne guten Marktchancen nicht verschlafen will. Nicht die Großen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen die Langsamen und es braucht Mut von Ausstellern und Messebesuchern, die richtigen Entscheidungen schneller und vor allem konsequenter zu treffen. Von der allgemeinen Krisenstimmung und nicht überschäumenden Gesamtkonjunktur darf sich eine intakte Branche nicht irritieren lassen.

Als eher regionale Bäckerfachmesse mit nationaler Bedeutung durch den einzigartigen Blick über den Tellerrand in die Gastrowelt hat die Internorga 2009 voll überzeugt. Für die iba als Weltleitmesse liegt die Hürde sicher ein Stück höher, denn wie zahlreich die Besucher aus dem Ausland nach Düsseldorf pilgern, bleibt abzuwarten.


Artikel vom 25.03.2009
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