Meinung
Schlechter Rat ist teurer Kommentar
Auf dem Boden der Tatsachen angekommen, wurden aus Finanzgurus und Aktiengläubigen stinknormale Gläubiger, die heute um ihre nackte Existenz bangen. Und wie es eben häufig in solchen Fällen ist: Guter Rat ist teuer – schlechter Rat ist aber teurer. Zumal jetzt eben alle zahlen müssen. Auch noch so solide Verbraucher und Handwerker. Im Bäckerhandwerk ist von der Wirtschaftskrise fast nichts zu spüren. Die ansteigende Zahl der Krisenberatung hat entweder vorsorglichen Charakter oder aber die drohende Krise hat den Blick für die betriebsinternen Versäumnisse in der Vergangenheit geschärft. Fast könnte man sagen, Betriebsberatung hat Konjunktur. Betroffen sind fast alle Gewerke. Stefan Hagen (siehe Interview auf dieser Seite) hat jedenfalls nicht nur Bäcker wieder auf Kurs gebracht.
Eines der Probleme – keiner hätt's gedacht: Die Privatentnahme. Nicht alle Betroffenen waren gut beraten, sich etwas zu üppig zu bedienen. Dabei haben wir doch von erfolgreichen Wirtschaftslenkern gelernt, dass es fast immer gut ist, über seine Verhältnisse zu leben. Sich die eigene Konjunktur machen, funktioniert eben doch anders als gedacht. Fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker, die haben womöglich die gleichen Probleme. Und denken Sie daran: Schlechter Rat ist teurer.
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