Fokus

Sachsenback schafft die Wende

Verändertes Veranstaltungskonzept am neuen Standort in Dresden kommt an / Aussteller äußern sich insgesamt positiv


Dresden (dk). „Eigentlich ist das die letzte Chance für die Sachsen mit ihrer Messe und die sollten jetzt sie nutzen“, formulierte ein Aussteller die Erwartungen der Branche gleich zu Beginn der Sachsenback in Dresden. Nach den insgesamt schlechten Besucherzahlen der Messe im Jahr 2008 in Leipzig – mit dem nachfolgenden Ausstieg der Bäko Nord als Veranstalter – waren die Aussteller jetzt gespannt, ob das veränderte Konzept der Sachsenback am neuen Standort in Dresden ankommt.

Den Messemachern ist es insgesamt betrachtet gelungen, die Sachsenback wiederzubeleben, denn viele Aussteller äußern sich zufrieden bis sehr zufrieden über den Messeverlauf. Es gibt zwar einige namhafte Firmen, die auf anderen Messen immer in der Publikumsgunst liegen und die dieses Mal über eine schlechte Besucherfrequenz klagen, aber insgesamt ist der Umzug der Sachsenback auf das kleinere Gelände in Dresden geglückt.

Die Aufbruchstimmung war schon bei der Eröffnung der Messe zu spüren und Landesobermeister Michael Wippler vom Verband Saxonia freute sich in seiner Begrüßungsrede über das tolle Engagement der Aussteller, die sich bestens präsentieren: „Wenn ich so durch die Hallen laufe, geht mir das Herz auf – ich bin mir sicher, dass wir die emotionale Stimmung von 1990 nach der politischen Wende hier am Geburtsort der Sachsenback wieder fortsetzen können.“

Diese positive emotionale Grundstimmung haben auch die Aussteller gelobt und sich sehr zustimmend über die heimelige, fast familiäre Atmosphäre der Messehallen in Dresden geäußert: „Man kommt sich in den kleineren Hallen hier nicht so verloren vor wie in der einen großen Messehalle in Leipzig“, meinte beispielsweise Geschäftsführer Karl Schmitz von der Schapfenmühle. Dies bestätigt auch Katja Seifried von Debag: „Die kleineren und damit übersichtlichen Messehallen haben zu einer sehr freundlichen Gesprächsatmosphäre beigetragen.“ An Stelle der einen großen Halle in Leipzig waren auf dem Dresdner Gelände vier Hallen belegt, was damit sehr zur Orientierung für die rund 8300 Besucher beigetragen hat. Diese kamen nach einem verhaltenen Start am Samstagvormittag dann vor allem am Sonntag und auch am Montag, wie zum Beispiel Peter Wirth von Wolf Butterback bestätigte: „Wir hatten am Sonntag bis abends sehr guten Besuch und auch mit dem Samstag und Montag sind wir ab mittags sehr zufrieden.“

Auch die Besucher konnten zufrieden sein, war doch die ganze Bandbreite für Bäckerei und Konditorei vorhanden. Die drei mitveranstaltenden Regional-Bäkos hatten in Halle 1 einen großzügig gestalteten Kommunikationsbereich eingerichtet, der gut angenommen wurde. Auch das daneben angeordnete Forum konnte über mangelndes Interesse nicht klagen. Dort präsentierten sich unter anderem die Sächsische Bäckerfachschule und Konditorenweltmeister Bernd Siefert.

Sicher in guter Erinnerung bleiben wird den Ausstellern und Bäckern die Messeparty Elbflorenz, die in herrlichem Ambiente direkt an der Elbe im Internationalen Congress Center Dresden als gemeinsame Abendveranstaltung organisiert wurde. Über 750 Gäste konnten bei guter Stimmung ein üppiges kalt-warmes Buffet genießen und mit Tanz den Messetag ausklingen lassen.

Trotz einiger unzufriedener Stimmen ist letztlich das Konzept der Veranstalter aufgegangen, das mit einem auf die Region zugeschnittenen Anspruch und verkleinertem Raumangebot mit der Sachsenback wieder an ihren Ursprung nach Dresden zurückgekehrt ist.

Jochen Falk von Unifine bringt es in seiner Beurteilung auf den Punkt: „Wir sind total positiv gestimmt. Die Sachsenback hat ihren berechtigten Stellenwert in der Messelandschaft.“





Artikel vom 14.09.2010
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