Wirtschaft

Retouren enorm reduziert

Österreichische Bäckerei deckelt den Gebäck-Rücklauf


Wien (p). Um dem Verbraucher auch noch kurz vor Geschäftsschluss die volle Auswahl bieten zu können, wird wesentlich mehr produziert, als gekauft wird. Supermärkte erhalten Brot und Gebäck dabei von der jeweiligen Bäckerei quasi in Kommission: Was nicht verkauft wurde, wird am nächsten Tag zurückgegeben. Zu zahlen ist nur das, was auch verkauft wurde.

Die Linzer Bäckereikette „Ring“ hat begonnen, aus dem irrwitzigen Kreislauf auszusteigen. So hat sie die Belieferung von Supermärkten eingestellt, die sich nicht bereit erklärt haben, den Gebäck-Rücklauf zu deckeln. Gleichzeitig bildet sie das Personal in ihren eigenen 70 Filialen darin aus, die Kundschaft bei Alternativen zum Wunsch-Weckerl zu beraten, wenn dieses im Lauf des Nachmittags aus ist. Wer trotzdem nicht auf sein Spezialgebäck verzichten möchte, kann dieses telefonisch bestellen und bekommt dafür fünf Prozent Preisnachlass.

Und eine Stunde vor Geschäftsschluss darf sich jeder Kunde, der für mindestens fünf Euro einkauft, ein Gebäck gratis aussuchen. Vor allem durch den Rückzug von den Supermärkten, aber auch durch diese Maßnahmen konnte „Ring“ seinen Gebäck-Abfall von 20 auf 4 Tonnen reduzieren.


Artikel vom 22.04.2009
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