Aktuell
Rekordernte bei Pflaume und Zwetschge
47.000 Tonnen Früchte von bester Qualität auf Grund des warmen Frühjahrs
Stuttgart (age). Bei Pflaumen und Zwetschgen zeichnet sich dieses Jahr in Deutschland eine Rekordernte ab. Wie Staatssekretärin Friedlinde Gurr- Hirsch vom baden-württembergischen Landwirtschaftsministerium am Dienstag vergangener Woche im Rahmen der Sitzung des Arbeitskreises Steinobst im Bundesausschuss Obst und Gemüse (BOG) an der Universität Hohenheim feststellte, dürften die sehr guten Ertragsergebnisse des Jahres 2004 noch übertroffen werden. Marktexperten rechneten für den bundesweiten Erwerbsanbau mit einem Aufkommen von rund 47.000 t Pflaumen und Zwetschgen, gegen-
über Vermarktungsmengen von etwa 41.000 t im vorigen Jahr und 44.000 t im Jahr 2004, berichtete Gurr-Hirsch.
Die Ernten in anderen wichtigen Pflaumen- und Zwetschgenanbauländern, vor allem Polen und Ungarn, dürften dagegen etwas geringer ausfallen als in normalen Jahren.
Dort hätten Frostwellen im späten Frühjahr Blüte und Fruchtansatz beeinträchtigt. Eine weitere Besonderheit der diesjährigen Saison sei der ausgesprochen frühe Erntebeginn, so die Staatssekretärin seit Mitte Juni. Bedingt durch die überdurchschnittlich warmen Temperaturen im Winter und Frühjahr hätten sich – wie bei vielen anderen Kulturen – auch die Pflaumen und Zwetschgen deutlich frühzeitiger als in den Vorjahren entwickelt.
Die Früchte seien in diesem Jahr von bester Qualität, betonte Gurr-Hirsch. Die reichlichen Niederschläge und warmen Temperaturen im Frühjahr hätten das Fruchtwachstum gefördert.
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