Meinung
Reibungsloser Zahlungsfluss
Wer es mit seiner Firma ernst meint, betreibt hoffentlich großen Aufwand, um seine Kunden zufriedenzustellen. Nach getaner Arbeit ist es dann mehr als fair, dafür eine Gegenleistung zu erhalten: Geld. Es geht zur Kasse, der Kunde stellt sich an, um zu bezahlen!
Ein Japaner aus dem Land des Lächelns und der Dienstleistung versteht uns Deutsche dabei nicht: Wenn jemand wirklich seine Geldbörse öffnet und freiwillig zahlen will, so meint er, sollte man doch die Hände weit aufhalten und alles so reibungslos organisieren, dass dieser Zahlungsfluss ja nicht gestört oder gar unterbrochen wird. So versteht er es nicht, wenn er in deutschen Bäckereien beobachten muss, wie eine Arbeitskraft seelenruhig Plunder nachfüllt, während sich Kunden an der geschlossenen Kasse die Beine in den Bauch stehen. Geld in Empfang zu nehmen sei doch letztlich wichtiger als alles andere, so meint er.
Die ganzen hektischen Abläufe kennt er sicher nicht so richtig. Aber ganz unrecht hat er, um ehrlich zu sein, deshalb nicht: Denken wir an den Dauerbrenner, bei dem eine Verkäuferin den Kunden abrupt allein lässt, weil sie die Beträge umständlich an einer anderen Kasse ganz am anderen Ende der Theke eintippen muss. Geldzufluss ziemlich gestört! Oder denken wir an den Klassiker, bei dem morgens um viertel nach sechs der erste Kunde mit einem 50 Euro-Schein bezahlen will: Geldzufluss richtig zunichte gemacht!
Informationen:
Tel. 0160 99111287
www.baeckerei-beratungen.de
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