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Regionale Produkte als Erfolgrezept
Wolfgang Gutberlet, Chef von Herzberger Brot wurde „Öko-Manager des Jahres“
Fulda (ke). Herbert Hainer, Vorsitzender des Vorstands der Adidas-Salomon AG in Herzogenaurach, ist vom WWF Deutschland und dem Wirtschaftsmagazin „Capital“ zum „Ökomanager des Jahres 2005“ im Bereich Konzerne gewählt worden. Unter den mittelständischen Unternehmen wurde Wolfgang Gutberlet, Vorsitzender des Vorstands der Tegut, Gutberlet Stiftung & Co. aus Fulda, ausgezeichnet.
Der Lebensmittelhändler, der gut 5000 Mitarbeiter beschäftigt, setzte 2004 mit seinen 301 Märkten rund eine Milliarde Euro um. „Die Ökomanager überwinden Hindernisse, vor denen andere schon resigniert Halt gemacht haben“, urteilte Prof. Dr. Detlev Drenckhahn, Präsident des WWF in Deutschland, über die Leistung der diesjährigen Preisträger. Wolfgang Gutberlet, Chef des Lebensmittelhandels-Unternehmens konzentriert sich auf einen Umkreis von 150 km um den Firmensitz in Fulda. In dieser Region betreibt er seine Lebensmittel-Märkte, von denen einer im vergangenen Jahr als bester Deutschlands ausgezeichnet wurde.
Sein Erfolgsrezept: Ein Warensortiment aus 600 Artikeln des Grundbedarfs zu Aldi-Preisen, dazu ein breites Markensortiment und 1.900 Bioartikel. Diese stehen bei Tegut schon für zehn Prozent des Gesamtumsatzes, bei Obst und Gemüse sogar für 26 Prozent – Tendenz steigend.
Zu Tegut gehören die Kurhessische Fleischwaren GmbH und die Herzberger Bäckerei, die beide auch andere Handelsgruppen beliefern.
Die erzeugten Biobackwaren reichen für 100.000 Menschen. „Würden wir dafür konventionelle statt der ökologischen Rohstoffe verwenden, kämen 170 Tonnen Stickstoffdünger mehr auf die Äcker“, so Gutberlet. Seine Produkte kauft der Ökomanager zudem bevorzugt in der Heimatregion. So fördert er mit langfristigen Abnahmeverträgen für 6000 Schweine, 1200 Rinder und 4000 Lämmer pro Jahr die ökologische Viehzucht im angrenzenden Mittelgebirge der Rhön – und hilft so mit, dort die Kulturlandschaft zu erhalten. Die konventionellen Landwirte der Region konnte er dazu gewinnen, keine genmanipulierten Pflanzen anzubauen, damit es nicht zu unerwünschten Einträgen in die Felder der benachbarten Biobauern kommt.
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