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Rasante Konzentration
Lebensmitteleinzelhandel leidet unter Preiskampf
Bonn (age) Auf den harten Verdrängungswettbewerb im deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) hat der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) hingewiesen. Vom Gesamtumsatz der Branche in Höhe von gut 161Mrd. Euro hätten 2008 allein die Top-5-Handelsunternehmen in Deutschland rund 70 Prozent beigesteuert. Nach Brancheneinschätzungen werde diese Handvoll bald rund drei Viertel des Marktes bestimmen.
Die Renditen im deutschen Einzelhandel gehörten allerdings durch den ständigen Preiskampf zu den niedrigsten in Europa, hob der RLV hervor. Der starke Wettbewerbsdruck habe dazu geführt, dass die Preise für Lebensmittel am deutschen Markt in vielen Bereichen die billigsten in Westeuropa seien. Gleichzeitig gebe es in keinem vergleichbaren Land soviel Ladenfläche je Einwohner wie in der Bundesrepublik.
Die Discounter Aldi, Lidl, Penny und Co. profitierten davon, dass die Verbraucher bei ihren Einkäufen sehr stark auf den Preis achteten, erklärte der RLV. Seit 1995 hätten die Discounter ihren Marktanteil um 17 Prozentpunkte auf 44Prozent im Jahr 2008 gesteigert. Dies sei vor allem zu Lasten der kleinen Supermärkte mit weniger als 400 m² und der Verbrauchermärkte gegangen. Ob sich dieser Vormarsch in Zukunft noch fortsetzen werde, sei unter den Marktexperten aber umstritten.
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