Meinung
Quo vadis Sachsenback?Kommentar
Messen kosten Geld, sogar viel Geld. Aussteller müssen es sich zweimal überlegen, welche Messe attraktiv ist und ob sich der Aufwand überhaupt lohnt. Besonders in Krisenzeiten, denn viele der Aussteller sind international aufgestellt und beschicken Messen weltweit. Messestandbau, Miete und Personalkosten summieren sich zu stattlichen Beträgen, die natürlich über verkaufte Maschinen oder Backmittel auch verdient werden müssen. Letztlich also auch den Bäcker Geld kosten – eben nicht nur auf der Autofahrt nach Leipzig, sondern auch, um das Minus in der Messebilanz der Aussteller auszugleichen.
Die Bäko Nord hat jetzt die Konsequenzen gezogen und den Kooperationsvertrag mit der Landesmesse Stuttgart nicht verlängert. Aus unternehmerischen Gründen, wie es heißt. Das ist nachvollziehbar, muss aber nicht das Aus für die Messe bedeuten, die besonders in den 90er Jahren ja eine wichtige, integrierende Aufgabe für die Bäcker in den östlichen Bundesländern erfüllt hat.
Mit ihrem Selbstverständnis als Fachmesse für Mitteldeutschland wäre es doch denkbar, eine Art Expertentreffpunkt mit Workshop-Charakter ins Leben zu rufen, der von einer Back-Expo begleitet wird. Eine Messe mit der Tendenz zur Informationsbörse, die praktische Hilfe zur Unternehmensführung gibt: Von der Backstube bis in den Laden.
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