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Produktpalette erweitert

Dr. Schär wächst mit glutenfreien Lebensmitteln


Köln (kke). Allein in Deutschland leiden rund 400.000 Menschen an Zöliakie, einer Unverträglichkeit gegenüber dem Protein Gluten. Die Betroffenen müssen sich lebenslang glutenfrei ernähren und auf Weizen, Gerste, Roggen und Hafer verzichten. Ärzte sprechen mittlerweile von einer Wahrscheinlichkeit von 1:150, an dieser Gluten-Intoleranz zu erkranken.

Kein Wunder, dass in Deutschland pro Jahr allein über Reformhäuser und den Direktversand ein Umsatzvolumen von schätzungsweise 18 Mio. Euro mit glutenfreien Produkten erzielt wird.

Und die Prognosen stehen weiterhin günstig: So sei eine Umsatzsteigerung auf 100 Mio. Euro nach Ansicht des zur Dr. Schär GmbH, Burgstall, gehörenden Herstellers von glutenfreien Lebensmitteln DS Food, durchaus realistisch. Das Beispiel Großbritannien zeige deutlich auf, wie es gehen kann: Innerhalb weniger Jahre stieg dort das Volumen von 30 Mio. auf nahezu 100Mio. Euro an.

Die Dr. Schär Gruppe hatte Ende 2005 die Marke Glutano – eine Geschäftseinheit glutenfreier Gebäcke der Pauly Biskuit AG – gekauft und damit das Angebot um Feingebäcke, Kekse und Frühstückscerealien ergänzt.

Sie sieht im Nischenmarkt der glutenfreien Lebensmittel weiterhin großes Wachstumspotenzial. Vor allem vom Direktversand könne sich der Lebensmitteleinzelhandel ein großes Stück des Umsatzkuchens sichern. Welches Potenzial dahinter steckt; zeigt ein Blick nach Italien: Dort startete der LEH 2002 mit den ersten glutenfreien Produkten. Ein gutes Jahr später (2003/2004) war der Absatz bereits um 70 Prozent gestiegen. Auch in Großbritannien und Skandinavien hätte das Segment glutenfreier Produkte einen hohen Stellenwert.

Zum einen haben die Betroffenen dort eine wesentlich stärkere Lobby. Zum anderen hätte der Fachhandel dort seine Monopolstellung längst an den LEH abgetreten.

Aktuell hat das Unternehmen sein Trockensortiment erweitert. Dabei seien gerade die Basisprodukte wie Brot in der weizen- und roggenlosen Version besonders schwierig in der Herstellung.

Das neue Vollkornbrot „Multigrain“-Brot komme laut Firmenmeldung dem weizenhaltigen Original in Aussehen und Geschmack sehr nahe. Das dunkle Vollkornbrot in Scheiben sorge dank Hirseflocken und Buchweizen für körnige Energie.


Artikel vom 18.10.2007
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