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Politikerstreit um Kamps-Investition


Lüdersdorf (rgb). Noch in diesem Jahr soll die erste Linie der neuen Brotfabrik der Kamps AG im nordwestlichen mecklenburgischen Lüdersdorf zu arbeiten beginnen. 90 Millionen Euro ist in die Produktionsstätte investiert worden, von der ab Mitte 2006 täglich 800 Supermärkte in Nord- und Ostdeutschland beliefert werden. Die erste Produktionslinie für Back-off-Produkte wird Ende Dezember bereits arbeiten. Sechs Monate später soll die ganze Produktion mit Toast- und Vollkornbroten folgen.

400 Mitarbeiter werden dann beschäftigt sein. 115 Mitarbeiter im alten Werk in Meddewade bei Hamburg verloren ihre Anstellung, wenn sie nicht nach Lüdersdorf umsiedelten.

Streit um die Ansiedlung hatte es zwischen den schleswig-holsteinischen und mecklenburgischen Politikern gegeben.

Während aus Kiel Vorwürfe laut wurden, man würde mit EU-Fördermitteln Gewerbe abwerben, konterte Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD), dass eingerostete Verwaltungs- und Gesellschaftstrukturen in Westdeutschland für die Abwanderung verantwortlich seien.


Artikel vom 25.11.2005
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