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Optimismus mit Zahlen belegbar

Generalversammlung der Bäko-Zentrale Süd in Würzburg / Holger Knieling hielt der Branche den Spiegel vor


Würzburg (kh). „Nur gemeinsam sind wir stark“, war ein Motto, das der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks, Peter Becker in seinem Grußwort auf der Generalversammlung der Bäko-Zentrale Süd in Würzburg ausgab.

Die Generalversammlung war geprägt durch den Bericht des geschäftsführenden Vorstands Holger Knieling, der in dieser Funktion Premiere feierte.

Klasse Ergebnis

Mit einem Umsatzvolumen von 630, 5 Mio. Euro wurde das Umsatzergebnis des letzten Jahres nur knapp (- 1,27 Prozent) verfehlt. Vor dem Hintergrund des Konzentrationsprozesses im Bäckerhandwerk (- 2,5 Prozent) und den wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen ein guter Wert. Daher gratulierte auch Präsident Becker zu dem Ergebnis.

Knieling stellte in seinem Bericht besonders heraus, dass die Bäcker seit gut einem Jahr verstärkt investieren. Die Geräteabteilung der Zentrale verzeichnet ein Umsatzplus von 10 Prozent. Das Eigengeschäft Technik verbuchte sogar einen Zuwachs von 17 Prozent. Knieling bezeichnete die Wachstumswerte in diesem Bereiche als „prägnant.“ Vor allem in den Bereichen Eigengeschäft konnte die Zentrale Umsatzzuwächse verbuchen. Im Rohstoffbereich gab es Umsatzrückgänge beim Mehl, die Knieling zur Freude der anwesenden Bäcker mit „rückläufigen Marktpreisen“ erklärte.

Innovative Konzepte

„Dass man auch in scheinbar gesättigten Märkten immer wieder innovativ unterwegs sein kann, zeigt die Entwicklung unserer ´Schätze der Natur´,“ formulierte Knieling die erfolgreiche Einführung beispielsweise des Sprossensortimentes. Hier schaffte es die Zentrale in 2005, für diese Produktgruppe ein Umsatzwachstum von 88 Prozent zu erzielen. In 2006 liegt das Plus bis einschließlich Mai bei 20 Prozent.

Dienstleister und Händler

Die Zentrale versteht sich immer mehr auch als Dienstleister für ihre Kunden. Neben einem Seminarangebot finden sich auch Snackberater bei der Zentrale. Seit kurzen hat auch der neue Bio-Berater Achim Stock seine Arbeit aufgenommen. Die neue Bio-Range der Bäko Zentrale Süd ist ein Baustein, mit dem sich Betriebe, also Kunden der Zentrale, mit Spezialprodukten auf ihren regionalen Märkten, positionieren können. „Wir erwarten sicher nicht, dass Bio für jeden Betrieb etwas ist, aber in dem Segment steckt Potenzial“, erklärte Knieling.

Selbstkritische Töne

Der Backwarenmarkt ist durch ein Überangebot an Waren gekennzeichnet. Peter Becker äußerte sich auf der Generalversammlung durchaus selbstkritisch, als er formulierte: „Wenn es das Bäckerhandwerk nicht gäbe, könnte die Brotindustrie die Bevölkerung problemlos versorgen.“ Worauf er mit der provokanten Äußerung hinaus wollte, wurde schnell klar: „Wir Bäcker müssen den Kunden mehr bieten als nur Kalorien – wir müssen Genuss und Erlebnis begreifbar machen“, so der Präsident.

Die Produktzyklen werden auch im Backwarenbereich immer kürzer, daher sind neue Produkte und neue Konzepte wichtiger den je. Die Bäko-Zentrale Süddeutschland eG hat das erkannt. Nicht umsonst entwickelt die Zentrale immer neue Konzepte wie Sprossenbrote, Bäko-Bio, den Snackexpress und das immer breitere Segment der Eigenmarken.


Artikel vom 22.06.2006
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