Wirtschafts- & Firmeninfos
Neue Preisrunde im Handel
Preissenkung soll Umsatzrückgänge abbremsen
Köln (rgb). Rückläufige Umsätze versucht derzeit der Handel mit Preissenkungen zu kompensieren. Während Plus, Toom und Kaufland mit Jubiläumsaktionen locken, planen Real, Wal-Mart und Rewe Preissenkungen. Bis zu 5 Prozent Umsatzrückgang mussten die Ketten in den ersten fünf Monaten hinnehmen, während die Discounter mit +2,3 Prozent dagegenhalten.
Kosteneinsparungen bei Personal und Service ist das nächste Mittel gegenzulesen, einstmals aber ein Pfund, mit dem gegenüber den Discountern gewuchert werden sollte. Rewe will Anfang Juli die Preise für 1000 Artikel senken, auch für Produkte, die “gebunkert” werden können.
Senkt man die Preise für Waschmittel, deckt sich die Hausfrau großzügig ein, und wird vorläufig nicht wieder gesehen. Daher sind solche Preisreduzierungen nur bedingt tauglich, den Umsatz wieder anzukurbeln. Werden dagegen frische Lebensmittel preiswerter, stehen diese bald auf dem Esstisch und die Kundin muss wieder ins Geschäft. Rewe will sich die Preisreduzierung von den Lebensmittellieferanten finanzieren lassen, denn die Jahresergebnisse in der Industrie seien gut gewesen.
Rewe will mit den Preissenkungen besonders gegenüber Edeka punkten, denn Edeka sei besonders in den letzten zwei Jahren aggressiver geworden, hieß es in Köln. Zwischendurch haben Plus, Toom und Kaufland mit Jubiläumsrabatten bis zu 33 Prozent gelockt. Handelsexperten sehen diesen Preiskampf als selbstmörderisch an und erwarten, dass die Preisattacken die Konzentration beschleunigen werden.
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