Ernährungs-&Warenkunde

Nanopartikel im Essen

BUND warnt vor ungeklärten gesundheitlichen Risiken


Berlin (ke). Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert die Bundesregierung auf, den Verkauf von Lebensmitteln, Verpackungen, Küchenartikeln und Agrochemikalien, die Nanomaterialien enthalten, sofort zu stoppen. Solche Produkte dürften nicht vermarktet werden, solange keine ausreichenden wissenschaftlichen Belege über eine Unbedenklichkeit vorlägen. Gefordert sei u.a. die Kennzeichnungspflicht beim Einsatz von Nanomaterialien.

Der BUND schätzt, dass weltweit bereits bis zu 600 Lebensmittel mit Nanozusätzen auf dem Markt sind. Nachweislich werden in rund 100 zum Teil auch in Deutschland verkauften Produkten Nanomaterialien eingesetzt. Dabei würden die mithilfe der Nanotechnologie erzeugten neuen Stoffeigenschaften im Lebensmittelbereich bei immer mehr Produkten genutzt. Nanomaterialien sind z. B. in Ketchups, Gemüsebrühen oder Puderzucker enthalten, um deren Fließ- und Rieseleigenschaften zu verbessern. In Nanogröße verkapselte Geschmacks-, Farb- und Konservierungsstoffe werden bei der Wurstherstellung eingesetzt, in Nanokapseln eingeschlossene Mineralstoffe und Vitamine sollen den Nährwert von Backwaren und Erfrischungsgetränken steigern.


Artikel vom 28.04.2008
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