Nachrichten
Nachhaltigkeit auch beim Wasserverbrauch
Expertendiskussion rund um den „Water-Footprint“ / Einsparpotenziale gesucht
Frankfurt (p). Die Ressource Wasser wird nicht zuletzt angesichts des fortschreitenden Klimawandels auch in den westlichen Industrieländern immer schneller an Bedeutung zulegen. Deshalb werde der „Water-Footprint“ (H{-2}O-Footprint) in Zukunft neben dem „CO{-2}-Footprint“ auch in der Lebensmittelproduktion als Kriterium für ein nachhaltiges Wirtschaften herangezogen werden. Darüber waren sich alle Experten des DLG-Workshops „Wasser und Wassereffizienz in der Lebensmittelindustrie“ einig. Angesichts dieser Tatsache sei die Lebensmittelwirtschaft gefordert, effiziente Einsparpotenziale zu identifizieren und Strategien für ein neues Wassermanagement zu entwickeln. In dem DLG-Workshop, der Ende Januar in Frankfurt stattfand, diskutierten Fachleute aus verschiedenen Lebensmittelbranchen sowie verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen über Entwicklungen und technologische Lösungen.
In industriellen Herstellungs- und Verarbeitungsprozessen sind Einsparpotenziale beim Energie- und Wasserverbrauch nicht nur wegen der Verbesserung der Wirtschaftlichkeit von Interesse. Vielmehr kommt der Schonung von Ressourcen und damit sowohl der CO{-2}- als auch der Wasser-Bilanz in Zukunft eine entscheidende Bedeutung bei der Optimierung bestehender sowie bei der Entwicklung neuer industrieller Prozesse zu.
Damit rücken Aspekte der Nachhaltigkeit bei der Entwicklung von Innovationen zunehmend ins Zentrum des Interesses, wobei allerdings umweltrelevante und ökonomische Gesichtspunkte infolge ihres Zusammenhanges gemeinsam optimiert werden müssen. Dabei ist die Klimarelevanz, d.h. die klimatischen Folgen eines Prozesses, in den letzten Jahren als neues Kriterium der Bewertung technologischer Innovationsprozesse hinzugekommen, unterstrich Prof. Dr. Norbert Räbiger von der Technischen Universität Bremen.
Vor diesem Hintergrund gewännen die Entwicklung und Umsetzung von Verfahren und Maßnahmen zur Erzielung nachhaltiger Prozesse und Produkte zunehmend eine Bedeutung, deren Reichweite insgesamt bisher noch gar nicht abzuschätzen sei.
Weitere Nachrichten aus Fokus vom 10.02.2010:
Branche mit Zukunft
Alles Bio, oder was? Kommentar
Ausgezeichnete Forschungsarbeit
Gewachsene Strukturen haben Vorrang
Bio-Offensive bei Migros
Stärker im Südwesten
Frühstück vom Bäcker
Erste Bäckerei-Masters
Weniger Experimente – mehr Nachhaltigkeit
Liebe Kollegen,


RSS

Zur Bildergalerie "Backkongress 2011"