Bäko-Spezial
Nachfrage bei Brot steigt zweistellig
Die richtigen Zielgruppen ansprechen
Dennoch gilt es, die Zielgruppen im Blick zu behalten: Es ist einerseits die Generation der über 60-Jährigen, die sich oftmals, mit guter Kaufkraft ausgestattet, etwas Gutes gönnen wollen, aber genauso Singles oder junge Familien, die auf eine gesunde Ernährung besonderen Wert legen. In den meisten Fällen korreliert der Bio-Konsum dabei direkt mit dem Bildungsniveau: Je höher, desto eher wird Wert auf das Bio-Siegel gelegt. Verkaufsstellen in reinen Arbeitervierteln mit geringer Kaufkraft werden es schwerer haben, mit Bio-Broten neue Kunden zu erreichen. So viel realistische Markteinschätzung muss bei aller Zuversicht in den Wachstumsmarkt sein. Die meisten Bäcker stellen deshalb nicht komplett um, sondern bieten Bio als separate Produktrange an. Mit Erfolg, weil man die klassischen Backwaren dabei nicht degradiert.
Überschaubare Investitionen
Einen wichtigen Aspekt sollte man außerdem nicht übersehen: das Bio-Segment kann weitgehend ohne finanzielles Risiko angeboten werden, da große Investitionen aufgrund bereits vorhandener Technik nicht erforderlich sind. Sollte sich ein schwieriger Standort dann tatsächlich nicht als lukrativ erweisen, kann der Rückzug ohne Verluste und auch ohne Imageschaden erfolgen.
Also: Mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben, keinen falschen Heilsversprechungen nacheifern, aber Bio als Mega-Trend auch nicht verschlafen! Während einige noch lamentieren oder von einem kurzlebigen Trend sprechen, preschen andere in den
Zukunftsmarkt: Coppenrath & Wiese zum Beispiel bietet Bio-Brötchen an – darf das Bäckerhandwerk da nachstehen? Werner Kräling
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