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Nachfolge kein Kinderspiel

Kritische Übergabe: 6000 Betriebe schließen pro Jahr


Berlin (hk). Als Chef in ein bestehendes Unternehmen einzusteigen, gilt oft als bequemer Weg ins „gemachte Nest“. Dass die Anforderungen oft unterschätzt werden, wurde bei einem bundesweiten IHK-Aktionstag zur Unternehmensnachfolge deutlich. 61 Industrie- und Handelskammern (IHKs) berieten Anfang Juni potenzielle Kandidaten zu Fragen der Unternehmensnachfolge.

Dabei offenbarten sich auch viele Defizite bei den Interessenten – bei der unternehmerischen wie auch bei der fachlichen Qualifikation. Zudem fehle es häufig an Überzeugungskraft und der sprichwörtlichen unternehmerischen „Spürnase“.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) befürchtet deshalb, dass die Zahl der Unternehmen, die wegen einer gescheiterten Übergabe ihre Pforten schließen müssen – derzeit sind es 6.000 pro Jahr – noch weiter steigen wird.

Um die Nachfolgeproblematik zu lindern, müsse die Qualifikation künftiger Gründer verbessert werden. Schon in den Lehrprogrammen von Schulen müsse „Selbstständigkeit“ ein Thema sein.


Artikel vom 21.07.2005
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