kolumne

Motto: Immer lustig bei der Arbeit


Manchmal kann man es nicht mehr hören – die Sache mit der ständigen Freundlichkeit im Verkauf! Kunden immer und überall höflich zu behandeln – das ist oft leichter gesagt als getan. In der Theorie hören sich diese Ratschläge wunderbar einfach an – aber in der Praxis sieht es doch völlig anders aus: Ungeduldige Kunden und großer Stress, eine Panne mit dem Backofen und dafür zur Krönung noch eine Strafpredigt vom

Chef – und trotzdem immer nur lächeln!? Wer sich das einbildet, lebt doch im Land der Träume – fern ab von der Realität, die im harten Berufsleben nun einmal ganz anders aussieht. Natürlich verlaufen nicht alle Tage gleich gut. Natürlich sehnt man sich manchmal nur noch nach dem Feierabend.

Und natürlich genügt in solchen Situationen meist ein kleiner Tropfen – ein unverschämter Kunde beispielsweise – der dann das Fass zum Überlaufen bringt. Dann ist eben Schluss mit Freundlichkeit! Alles gut und recht. Hier kommt das Aber: Sich mit solchen Schilderungen für schlechte Laune in einer Ausnahmesituation zu rechtfertigen – das ist das Eine. Aber deshalb niemals mehr ein Lächeln aufzubringen und sich immer und überall muffig gelaunt zu präsentieren – das steht auf einem anderen Blatt. Es wäre gut, dieses Thema von einer ganz anderen Warte aus zu betrachten. Mit einer Begründung, dass man bei höchster Belastung nicht auch noch gelassen und freundlich bleiben kann, schadet man sich letztlich selbst! Es geht doch gar nicht immer um die werte Kundschaft.

Es geht vielmehr auch um die eigene Person. Oder tut höchster Stress und ständige Unzufriedenheit einem selbst etwa gut? Warum verhält man sich nicht einfach aus reinem Selbstschutz viel öfter freundlich und gut gelaunt? Es geht nicht darum, dass man es mit dieser Einstellung immer anderen Leuten recht machen muss.

Vielmehr sollte man sich aus gesundem Eigennutz angewöhnen, möglichst locker, stressfrei und eben mit einem Lächeln durchs Leben zu gehen. Man tut sich selbst damit leichter!

Weitere Informationen:

E-Mail: Ulrich.stoekle@t-online.de


Artikel vom 06.04.2006
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