Wirtschafts- & Firmeninfos

Moderateres Wachstum angepeilt

König mit 20 Prozent Umsatzplus / Neue Vertriebsstrukturen in Deutschland


Dinkelsbühl (pf). Ein erfolgreiches Geschäftsjahr hat der österreichische Bäckereimaschinenbauer König hinter sich gebracht. „Der Umsatz bewegt sich knapp an die 50 Millionen Euro“, bestätigte Geschäftsführer Richard Häussler. „Die Umsatzsteigerung von circa 20 Prozent im letzten Jahr muss verkraftet werden. Künftig wollen wir moderat wachsen.“ Im Rahmen eines Pressegesprächs zeigte Geschäftsführer Häussler zudem die neuen Vertriebsstrukturen in Deutschland auf.

Vorgestellt wurden die Unternehmenszahlen und Einblicke in die Unternehmensgruppe König bei der Firma König Laminiertechnik in Dinkelsbühlgegeben. Insgesamt beschäftigt König weltweit rund 470 Mitarbeiter. Im fränkischen Dinkelsbühl werden seit 2006 Laminieranlagen für Großbetriebe entwickelt und gebaut. König hält eine Beteiligung an dem jungen Unternehmen.

Dinkelsbühl ist auch der Sitz des neuen Vertriebsteams für Deutschland. Nachdem über drei Jahrzehnte der Vertrieb und Service für Deutschland exklusiv von Lippelt in Pfungstadt übernommen wurde, geht man seit 1. Januar diesen Jahres getrennte Wege. „Der Vertrag mit Lippelt ist von unserer Seite nicht mehr verlängert worden“, zeigte Häussler auf. Man wolle damit den veränderten Strukturen in der Backbranche Rechnung tragen und selbst am Markt aktiv werden. Vorschläge zur Neuausrichtung seien von Lippelt nicht angenommen worden.

Unter Federführung von Thomas Schwarz als Vertriebsleiter werden künftig Volker Schmelz, Heinz Baunach und Gerhard Schirmer das Unternehmen König in Deutschland vertreten. Alle sind ehemalige Mitarbeiter von Lippelt, sind jedoch nach Aussage von Geschäftsführer Häussler nicht abgeworben worden.

König sieht sich als Spezialist im Bereich der Teigaufbereitung. Dies reicht von Mini-Rex-Anlagen für handwerkliche Backbetriebe bis hin zu großen Laminieranlagen, die mehrere Tonnen pro Stunde aufarbeiten können. Zudem wird König auch weiterhin in Nischen wie Backofenbau und Kneter tätig sein.

Der Umsatz wird zu rund 80 Prozent in ausländischen Märkten getätigt. Neben Deutschland sind dies die Märkte in Großbritannien, aber auch Fernost und die Länder des ehemaligen Ostblocks. Geschäftsführer Richard Häussler musste jedoch auch eingestehen, dass das US-Tochterunternehmen noch keine schwarzen Zahlen schreibt. „Dieses Jahr wird das Jahr der Entscheidung sein.“

Produziert wird sowohl am Stammsitz in Graz, als auch im ungarischen Celldömölk.


Artikel vom 28.02.2008
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