Trends_Märkte

Mit Sandwichringen auf Erfolgskurs

Quereinsteiger Oliver Gehrig eröffnet in Rheinland-Pfalz erstes Restaurant von Bagel Brothers Filialen


Mainz (fe). Mit frischen Snacks und Sandwichs ist ein gutes

Geschäft zu machen. Dieses

Potenzial nützen auch viele

Bäcker wie unsere Serie mit

dem Ranking der jeweils Top 101 Bäckereien in den Regionen zeigt (heute: Rheinland, Hessen und Saarland / siehe Tabelle unten). Fast alle der Top Betriebe im Handwerk generieren Umsatz im Außer-Haus-Verzehr; ein Markt, den immer wieder neue Konzepte beflügeln: Inmitten der Mainzer Innenstadt hat jüngst Franchisenehmer Oliver Gehrig ein Bagel-Restaurant eröffnet. Es ist die erste Filiale von Bagel-Brothers in Rheinland-Pfalz.

In Deutschland gibt es zwischenzeitlich 13 derartige Restaurants (siehe Seite 7 unten) – Tendenz steigend.

Bagel Brothers zeigt, dass man sich mit einem klaren und transparenten Konzept relativ schnell erfolgreich profilieren kann.

Bagels, das sind Hefeteigringe die im 17. Jahrhundert ihren Ursprung in Wien hatten. Durch Auswanderer erreichten sie die USA und Kanada, was den Startschuss für ihren kulinarischen Siegeszug bedeutete. Aus Amerika kamen die Brötchen mit dem Loch wieder zurück nach Europa, wo Gregor Gerlach und Christian Kiefer 1996 mit dem ersten Bagel-Restaurant in der Leipziger Nikolaistrasse Premiere feiern konnten. Das war der Anfang der Bagel Brothers GmbH, die mit einem neuen Konzept, neuem Produkt, neuem Namen und Design zum heutigen Zeitpunkt bereits sieben Eigenbetriebe in Hamburg (3), Leipzig (2) und Hannover (2) unterhält. Durch die Zusammenarbeit mit Franchisepartnern wie Oliver Gehrig, konnte die Marke bislang in sechs weiteren Städten – Bonn, Frankfurt/Main, Halle, Bremen, München und Mainz – installiert werden. In knapp drei Monaten Bauzeit entstand auf der Ludwigstraße ein attraktives Ladengeschäft mit knapp 50 Sitzplätzen auf rund 120 qm. Die Investitionssumme betrug 400.000 Euro. Der ansprechende, in vitalem Orangeton gestaltete Eckladen, teilt sich auf in einen Restaurant- und einen Loungebereich. Eine Glasscheibe zwischen Restaurant und dem Produktionsbereich eröffnet interessierten Gästen einen uneingeschränkten Blick auf den Arbeitsbereich des Bäckers. Wobei das gestalterische Konzept in allen Läden etwa gleich ist.

Franchisenehmer Oliver Gehrig, gelernter Diplomingenieur der Elektrotechnik aus Duisburg, packte die Liebe zu den Teigkringeln während eines USA-Aufenthaltes, wo er sie als ein wahres Lifestyleprodukt kennen lernte. Zurück in Deutschland reifte die Idee, sich den Traum vom eigenen Bagel-Restaurant zu erfüllen. In Mainz wurde aus der anfänglichen Idee kugelrunde Realität. Gehrig ist glücklich über die gute Innenstadtlage: „So finden nicht nur die Mainzer Geschäftsleute und Studenten zu mir, sondern auch Stadttouristen, die vom Schillerplatz in Richtung Rhein unterwegs sind. Aber besonders vertraue ich auf die knapp 40.000 Studenten in Mainz, die das Viertel um den Schillerplatz lebendig halten.“

Die Haupt-Produktionsstätte ist in Leipzig angesiedelt, doch für Gehrig kommt TK-Ware nicht in Betracht, sondern das saftige, runde Gebäck durchläuft vor den Augen der Mainzer Kunden alle erforderlichen Produktionsschritte. Mario C. Bauer, nach Gerlach und Kiefer der dritter Gesellschafter der Bagel Brothers:

„Genau durch solche, innovative Konzepte können wir die Frische unserer Produkte am besten präsentieren.“ Mit seinem Eintritt kam deutschlandweite die Bagelwelle so richtig ins Rollen. Das Besondere an den Bagels – die traditionell nur aus Mehl, Wasser, Hefe, Zucker und Salz (ohne Fett) hergestellt werden – ist deren Zubereitung: vor dem Backen werden sie in heißem Wasser vorgegart (gekocht) und kommen erst danach in den Backofen, so bleiben sie außen kross, innen aber weich und saftig. Die Produkte sind zwar der Kategorie „Fast“ zuzuordnen, doch Gehrig möchte die Bagel-Sandwichs & Co. nicht zum konventionellen Fast Food zählen.

Frisch gekochte und gebackene Bagel, Muffins, Brownies, Cookies und Donuts die Kassen in 13 deutsche Restaurants klingeln. Angeboten bei Gehrig in Mainz werden insgesamt elf Bagelvarianten zum Preis von je 70 Cent. Bagelburger (3,20 Euro), pikante Bagel-Sandwichs (2,90 – 3,50 Euro), Sweets (Muffins, Brownies), verschiedene Salate ab 2,90 Euro, vor allem aber internationale Kaffeespezialitäten und frisch gepresste Säfte – Produkte von hoher Wertschöpfung also – sollen das Risiko des Franchisenehmers minimieren und die Idee letztendlich zu einer runden Sache werden lassen.

Die Öffnungszeiten in Mainz sind von Montag bis Donnerstag 7.00 bis 2.30 Uhr, Freitag 7.00 bis 22.00 Uhr, Samstag 9.00 bis 22.00 Uhr und Sonn-/ Feiertage 9.00 bis 19.00 Uhr


Artikel vom 02.09.2008
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