Wirtschafts- & Firmeninfos
Mit Frischobst profilieren
Edeka-Fruchtkontor wird als Nonprofitcenter geführt
Hamburg (rgb). Edeka will den Discountern paroli bieten und besonders im spannenträchtigen Obst- und Gemüsegeschäft Marktanteile zurückgewinnen. Frische und günstige Preise werden auch in diesem Segment mittlerweile den Discountern von den Verbrauchern bescheinigt. Edeka setzt auf den direkten Warenbezug aus den Erzeugerländern, während die Discounter sich auf den Zwischenhandel stützen. Ein eigenes Fruchtkontor erfordert aber höchste Managementqualitäten, wenn es auch als Profilierungsinstrument genutzt werden kann. Seit über einem Jahr wird das Kontor als Nonprofitcenter geführt.
Uwe Bockius, Leiter des Fruchtkontors: „Wir wollen für unsere Händler und die verbundenen Unternehmen Beschaffungsdienstleister für überregionale Sortimente sein. Die von uns erwirtschafteten Konditionen kommen so direkt den Mitgliedern zugute.” Damit seien die Händler vor Ort in der Lage, die Angebote der Discounter zu kontern. Der direkte Einkauf im Anbauland ist für ihn eine der wichtigsten Voraussetzungen. Unter direkt versteht Bockius „unter Ausschluss von Agenturen, Großhändlern oder Importeuren.“ In Spanien, Italien und Deutschland kaufe man bereits heute fast ausschließlich von Genossenschaften und Erzeugern. Für Drittlandsware liege der Direktbezug inzwischen bei rund 40 Prozent. Chile, Argentinien und Südafrika sollen folgen. Die Edeka-Gruppe kommt im Obst- und Gemüsesektor auf einen Beschaffungsumsatz von rund 1,1 Mrd. Euro.
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