Trends & Märkte
Mehrwertkonzepte haben Wachstumspotenzial
BBE-Branchenreport „Food“ 2007: Die Megatrends Convenience, Bio, Gesundheit und Wellness sowie Frische dominieren den Lebensmittelmarkt
Köln (p). Der Lebensmittelmarkt ist von 1996 bis 2006 nur um 8 Prozent gewachsen. Der Lebensmitteleinzelhandel hingegen konnte im gleichen Zeitraum ein Wachstum von 14 Prozent realisieren, d.h. der Einzelhandel hat stärker an Nonfood als an Food verdient. Der große bioist der Discounter mit einem Zuwachs von 54 Prozent! Dabei ist der Discounter bereits seit geraumer Zeit in seiner ursprünglichen Ausrichtung überholt und setzt zunehmend auf Mehrwert. Mittlerweile ist der Discounter der Wachstumstreiber des Bio-Marktes. Zudem konnte der Supermarkt eine Trendumkehr einleiten und setzt vermehrt auf nationale Markenkonzepte, auf Premium, Genuss, Gesundheit und Bio.
Verschiebung zu Convenience
Wenige Megatrends – Convenience, Bio, Gesundheit & Wellness sowie Frische & Genuss – bestimmen die Entwicklungen im Lebensmitteleinzelhandel. Dem ordnen sich alle Entwicklungen in den Warengruppen unter. Aber auch zwischen den Warengruppen finden Verschiebungen statt. Gerade durch die Kombination Frische und Convenience gewinnen Frischemärkte weiterhin an Fahrt. Die klassischen Conveniencemärkte hingegen, sprich Nass- und Trockenfertigprodukte und selbst Tiefkühlkost, geraten unter Druck und erhöhen den Conveniencegrad. So gehören im Rahmen des Tiefkühlmarktes Mahlzeitenkomponenten und Fertiggerichte zu den Gewinnern. Das eigentliche Wachstum kommt aber aus dem Segment Chilled Food.
Qualität mehr im Vordergrund
Innovationen und Produktvariationen scheinen umso erfolgreicher, je stärker die verschiedenen Megatrends angesprochen und die verschiedenen „vielversprechenden Produktattribute“ wie frisch + gesund + convenient miteinander kombiniert werden.
Neben dem Preis, der jahrelang beherrschendes Thema im Lebensmitteleinzelhandel war, rückt die Qualität der Lebensmittel zunehmend in den Vordergrund. Die Nachhaltigkeits- und Bio-Welle hat ein neues Bewusstsein für Qualität beim Verbraucher geweckt und das Thema aufgebracht, dass unterhalb gewisser Preisschwellen kein „gesundes“ Produzieren mehr möglich ist. Bei der Betrachtung der Warengruppen zeigt sich die Tendenz einer steigenden Nachfrage nach Produkten mit Mehrwert. Somit gewinnen Mehrwertkonzepte weiter an Bedeutung und bieten Wachstumspotenziale.
Ein Umsatzwachstum des Gesamtmarktes setzt die Ausschöpfung von Wachstumspotenzialen voraus, denn bei mittelfristig sinkender Bevölkerungszahl wird das Mengenniveau im Lebensmittelhandel allenfalls stagnieren, eher sogar leicht rückläufig sein. Wachstumspotenziale liegen dabei vor allem in den Ansatzpunkten Bio, Gesundheit/Wellness, Frische und Convenience sowie in der Kombination dieser Attribute. Der Food-Markt birgt also durchaus Wachstumspotenziale in sich, die es zu nutzen gilt.
Der gesellschaftliche Hintergrund hat sich in der letzten Dekade grundlegend verändert. Demographie, Familienstruktur und Tagesrhythmus sind die Grundlage veränderter Anforderungen und Ernährungsgewohnheiten. Der moderne multioptionale Verbraucher bewegt sich zwischen den Polen „gesund“, „schnell“ und „bequem“ sowie Genuss, wobei die Grenzen verschwimmen. Die wirklichen Gewinner des Marktes sind diejenigen, denen es gelingt, die anscheinend unlösbare Aufgabe zu lösen, alle Attribute in einem Produkt zu verbinden.
Zahlen und Fakten
Der neue BBE-Branchenreport „Food“ analysiert den deutschen Markt für Lebensmittel in Zahlen und Fakten und untersucht detailliert die verschiedenen Warengruppen im Hinblick auf ihre Wert- und Mengenentwicklungen sowie ihre Entwicklungsperspektiven. Die Fragen, wo Wachstum liegt, wer die eigentlichen Wachstumstreiber sind und wie die Umsetzung von Mehrwertkonzepten aussieht, werden hier ausführlich behandelt. Mit Hilfe des BBE-Branchenreports soll den Verantwortlichen in der Lebensmittelbranche das erforderliche Wissen gegeben werden, um auf die veränderten Marktgegebenheiten reagieren und strategisch notwendige Entscheidungen treffen zu können.
Weitere Informationen:
BBE Unternehmensberatung GmbH
Tel. 0221 93655-333
E-Mail: grell@bbeberatung.com
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