Aktuell

Mehraufwand bei Transport

LKW-Fahrverbote verschärfen logistische Probleme


Berlin (hk). Als „kurzsichtigen Aktionismus auf Kosten der Wirtschaft“ kritisiert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die in mehreren Ländern geplanten Sperrungen von Straßen für LKW und Busse.

In einer Resolution wird vor den Folgen solcher Maßnahmen gewarnt. Für die Transportunternehmen entstünde ein erheblicher Mehraufwand; die Erreichbarkeit von Lieferanten und Kunden würde erschwert.

Als Grund für die Sperrungen von Bundesstraßen in mehreren Ländern – allein in Hessen ist aktuell von mehr als 400 Kilometern die Rede – wird die angebliche Umgehung der Autobahnmaut angeführt. Gesperrt werden sollen Transitverkehre auf bestimmten Bundesstraßen für LKW ab 12 Tonnen Gesamtgewicht. Innerhalb der Städte werden Sperrungen dagegen mit Hinweis auf die hohe Feinstaubbelastung gefordert. In einigen Städten sind Durchfahrverbote für LKW ab 3,5 Tonnen vorgesehen. Stuttgart hat als erste Stadt bereits Sperrungen vorgenommen, München soll zum Jahresende folgen. Die Planungen in Berlin würden sogar moderne Reisebusse aus dem Zentrum verbannen.

Der DIHK fordert Bund, Länder und Kommunen auf, die Erreichbarkeit von Standorten sicherzustellen. Bei innerstädtischen Straßensperrungen zur Senkung der Feinstaubbelastung gehöre zur Seriosität, zunächst einmal die Ursachen einer Belastung und die tatsächlichen Effekte einer Maßnahme zu untersuchen.


Artikel vom 27.07.2006
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