Tagungen & Messen
Mehr als nur eine Nische
Bio-Markt nicht nur in Deutschland auf Expansionskurs
Nürnberg (p). Gut 2000 Aussteller, davon über zwei Drittel aus dem Ausland, und über 33.000 Facheinkäufer erwartet die BioFach 2006 vom 16. bis 19. Februar im Messezentrum Nürnberg. Nach einer anfänglich eher zögerlichen Entwicklung des biologischen Landbaus schreitet heute die „ökologische Revolution“ mit Siebenmeilenstiefeln voran. Deshalb ist sicher auch für Bäcker und Konditoren ein Besuch der BioFach in Nürnberg interessant, denn als Anbieter von Premiumbackwaren müssen und sollten Sie sich mit den Fakten rund um die Ernährung auseinander setzen.
Die Schweiz hat nicht nur die höchsten Alpengipfel, hier lässt man sich auch die meisten Bio-Lebensmittel schmecken. 150 Schweizer Franken (97 Euro) gibt der durchschnittliche Eidgenosse pro Jahr für den Einkauf von Bio-Produkten aus. Dies ist mehr als doppelt so viel wie in Deutschland (42 Euro) und knapp dreimal so viel wie in den USA (35 Euro). 2005 wuchs in der Schweiz der Biomarkt (+3 %) zwar nur geringfügig, trotzdem steht das Land im internationalen Vergleich mit an vorderster Stelle. 11Prozent der Betriebe wirtschaften biologisch, das ist weltweit Platz drei nach Liechtenstein und Österreich (Jahrbuch Biolandbau Schweiz 2005, herausgegeben vom Forschungsinstitut für Biologischen Landbau, FiBL, in Zusammenarbeit mit Bio Suisse). Nach Einschätzung von FiBL und Bio Suisse wird der Öko-Landbau auch weiterhin wachsen, wenn auch nicht mehr so stark wie vor einigen Jahren.
Treibende Vermarktungskraft ist die Coop Schweiz, die durch ein breit gefächertes Angebot 51 Prozent des Bio-Umsatzes auf sich vereint. 25 Prozent entfallen auf Migros und lediglich 15Prozent auf den Fachhandel. 5 Prozent werden direkt vermarktet, der Rest geht über die Ladentische des Lebensmittelhandwerks.
2005 war auch für die gesamte Bio-Branche in Deutschland ein überaus erfolgreiches Jahr. Unterschiedlich profitierten die einzelnen Vermarktungswege von diesem erfreulichen Plus. Der Naturkostfachhandel legte um 15Prozent zu, der konventionelle Einzelhandel (LEH) sogar um 17 Prozent. Die meisten Bio-Produkte gehen im Lebensmitteleinzelhandel über den Ladentisch. Es folgen Naturkostfachhandel, Direktvermarkter, Reformhäuser und Lebensmittelhandwerk. 20.909 deutsche Unternehmen produzieren, verarbeiten oder importieren biologische Lebensmittel (Statistisches Bundesamt). Die meisten (jeweils ca. 5700) sind in Bayern und Baden-Württemberg tätig.
Biofach:
Messezentrum Nürnberg
9 Hallen
Donnerstag, 16. Februar bis
Sonntag, 19. Februar
Täglich von 9 bis 18 Uhr
Rund 2100 Aussteller
Tageskarte: 25 Euro
www.biofach.de
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