Wirtschafts- & Firmeninfos

Mehr Sicherheit im Verzehr

TÜV Süd bietet verschiedene Überwachungskonzepte an


München (ke). Der Bericht des Bundesamts für Verbraucherschutz, der offensichtliche Hygienemängel ans in Lebensmittelbetrieben ans Tageslicht brachte (s.d. ABZ Nr. 30, S. 1: „Jede zweite Probe falsch gekennzeichnet“), hat den TÜV SÜD dazu veranlasst, Herstellern mit transparenten Betriebsprozessen das Prüfsiegel „Lebensmittel TÜV geprüft“ anzubieten.

Wie berichtet, waren bei den in 2004 von den Landesbehörden geführten Lebensmittelkontrollen bei 15 Prozent der Proben Verstöße gegen die Kennzeichnungspflicht und die Hygienebestimmungen festgestellt worden. Zudem laufen derzeit sogar Ermittlungsverfahren wegen illegaler Umverpackung in Kombination mit der Manipulation des Haltbarkeitsdatums von Fleisch- und Wurstwaren.

Damit sich redliche Lebensmittelhersteller den Verbrauchern gegenüber von schwarzen Schafen sichtbar absetzen können, bietet der TÜV Süddeutschland Lebensmittelherstellern und Handel verschiedene Überwachungskonzepte an, die Betriebe bei der Erfüllung aller rechtlichen Anforderungen unterstützen. Hersteller erhalten das Prüfsiegel „Lebensmittel TÜV geprüft“ (blaues Oktagon) erst, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind: Der Lebensmittelhersteller erlaubt Kontrollgänge alle sechs Monate in seinen Betrieben. Dort werden alle Kennzeichnungen überprüft und die Hersteller-Angaben mit verdeckten Einkäufen abgeglichen.

Für die Verbraucher ist das Prüfsiegel jederzeit transparent, da die Daten über die geprüften Produkte und die Unternehmen veröffentlicht werden.

Um sicher zu stellen, dass die Lebensmittel auch in der vorgeschriebenen Verfassung in den Kühlschrank des Verbrauchers gelangen, schließt das Prüfsiegel „FilialQualität“ direkt an. Denn nicht nur in der Herstellung der Lebensmittel, sondern auch in den zahlreichen Filialen der Handelshäuser muss das Augenmerk auf Qualität und Hygiene liegen.

Deshalb überprüft TÜV SÜD die Einhaltung aller Hygieneanforderungen, sowie das Verantwortungsbewusstsein der Marktleiter und seiner Mitarbeiter.


Artikel vom 17.08.2005
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