Trends & Märkte
Mehr Premium im Einsatz
Discounter: Vor allem im Frischebereich mit Bio aktiv
Berlin (ke). Einer aktuellen Studie von CMA und ZMP zufolge hätten unter anderem Wetterkapriolen, hohe Preise, Nachwirkungen von Schweinepest und Vogelgrippe und die Medienpräsenz von überlagertem Fleisch im vergangenen Jahr dazu geführt, dass die privaten Haushalte mehr Geld für Frische-Produkte ausgaben. Besonders betroffen waren Fleisch, Geflügel, Obst, Gemüse und Kartoffeln. Relativ stabil entwickelten sich Molkereiprodukte.
Nach Angaben der Bundesvereinigung der Deutsche Ernährungsindustrie e.V. (BVE) in Berlin war die Nachfragemenge im Jahr 2006 bei vielen Frische-Produkten rückläufig, dennoch stiegen die Ausgaben. Die Ausgabenzuwächse dieses Sortimentsbereichs resultierten zum einem aus höheren Preisen, zum anderen aus der verstärkten Hinwendung zu höherwertigen Produkten.
Discounter gewannen im vergangenen Jahr weiter an Bedeutung. Ihr Wachstum betrug rund 5 Prozent. Vor allem Lidl habe sich überproportional positiv entwickelt.
Günstige Preise allein bieten allerdings kein Profilierungspotenzial mehr, zumal derzeit eine wachsende Qualitätsorientierung der Haushalte gemessen wird. Der Discountbereich hat dies schnell antizipiert und profiliert sich mit höherwertigen Angeboten.
So versetzt er auch Produkten des ökologischen Landbaus deutliche Nachfrageimpulse. Gerade im Frischebereich, wo Marken eine untergeordnete Rolle spielen, lässt sich der Premiumcharakter von Produkten gut über den Zusatz „Bio“ kommunizieren.
Hinzu kommt, dass Bio in der Regel mit erheblich höherer Spanne vermarktet werden kann und somit ein Ausgleich für die preisaggressiv vermarktete Standardware bewirkt wird. Gleichzeitig forcierten die Discounter ihr Engagement in Wachstumsmärkten wie SB-Frischfleisch.
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