Aktuell
Mehr Facharbeiter im Handwerk
Studie zur Beschäftigung im Handwerk: Anstieg bei qualifizierten Mitarbeitern
Göttingen (p). Das SfH Göttingen zeigt durch eine Auswertung des „IAB-Betriebspanels 2003“, dass das Handwerk im Vergleich zur Gesamtwirtschaft eher kleinbetrieblich strukturiert ist. 50Prozent der Betriebe haben weniger als fünf und 94 Prozent weniger als 20 Mitarbeiter. Darüber hinaus ermöglicht die Auswertung u.a. Aussagen zum Facharbeiteranteil, zu den Arbeitsverhältnissen und Personalabgängen im Handwerk.
Auch gesamtwirtschaftlich dominieren kleinere Betriebe. Die durchschnittliche Betriebsgröße liegt im Handwerk mit 7,6 Beschäftigten je Betrieb jedoch nur etwa halb so hoch wie in der Gesamtwirtschaft.
Das Handwerk zeichnet sich nach wie vor durch einen hohen Facharbeiteranteil aus (knapp 40% aller Beschäftigten). Gegenüber der Handwerkszählung 1995 hat sich diese Quote sogar noch erhöht. Ungelernte Arbeiter spielen dagegen im Vergleich eine weitaus geringere Rolle (nur 18 %). Ihre Bedeutung ist gegenüber der Handwerkszählung gesunken. Eine Ausnahme stellen die handwerklichen Großbetriebe dar, die sich primär auf weniger qualifizierte Arbeitskräfte stützen.
Der Frauenanteil im Handwerk ist mit 32,7 Prozent erhebliche geringer als in der Gesamtwirtschaft (43,3 %). Gegenüber der Handwerkszählung 1995 ist jedoch eine leichte Zunahme festzustellen. Im Handwerk steigt der Frauenanteil mit der Betriebsgröße; in der Gesamtwirtschaft ist dies nicht so.
Nichtstandardisierte Arbeitsverhältnisse gewinnen immer mehr an Bedeutung. Diese lassen sich danach unterscheiden, ob hinsichtlich des Beschäftigungsumfangs (Teilzeitbeschäftigung), der Sozialversicherungspflicht oder der Beschäftigungsdauer (befristete Arbeitsverträge) Abweichungen vom normalen Arbeitsverhältnis bestehen. Im Handwerk kommen nicht-standardisierte Arbeitsverhältnisse weniger häufig vor als in der Gesamtwirtschaft. In diesem Wirtschaftsbe-reich sind nur knapp 25 Prozent der Beschäftigten in solchen Arbeitsverhältnissen tätig. Dagegen beträgt diese Quote in der Gesamtwirtschaft 28,5Prozent. Dies liegt vor allem daran, dass Teilzeitstellen und befristete Arbeitsverhältnisse im Handwerk weniger verbreitet sind. Dafür weisen Mini- und Midi-Jobs insgesamt eine größere Bedeutung auf.
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