Markt & Meinung
Made in Germany
Unterdessen rackerte man sich im Berufbildungsausschuss des Bäckerhandwerks ab, die Ausbildung noch zu verbessern; die Ausbildung der Ausbilder ist stets Baustein der Meisterprüfung geblieben.
Zwischenzeitlich ist die Globalisierung auch in unseren Handwerksbackstuben angekommen: Nicht nur Handys kann man jenseits deutscher Grenzen billiger produzieren, auch Brötchenteiglinge. Und auch dafür ließen sich sicherlich EU-Subventionen kassieren, von wegen strukturschwacher Regionen und der lieben Arbeitsplätze wegen. Das tut weh. Der Unsinn, der an Rahmenbedingungen ausgeheckt wird, spottet jeder Beschreibung. Und gerade deshalb sollten wir das kostbarste Gut im globalisierten Wettbewerb nicht verspielen: Humankapital nennt man das neudeutsch und bedeutet: Fachkönnen ist gefragt. Das gilt es zu fördern und dazu gehört das Können der Ausbilder.
Und: Jeder dritte der Betriebe, den die Niedriglöhne gen Ost oder Fernost lockten, ist wieder nach Deutschland zurückgekommen – wegen der Qualifikation der Mitarbeiter. Made in Germany als globales Qualitätssiegel – auch für Brötchen. Werner Kräling
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