Wirtschafts- & Firmeninfos
Lösung für Hofmeister
Ein weiterer Standort für die Schütte-Gruppe
Cottbus (kke). Die Betriebe der von Insolvenz betroffenen Hofmeister Backwaren Vertriebsgesellschaft und Hofmeister Backstuben GmbH in Cottbus können voraussichtlich zum 1. Juni fortgeführt werden. Diese bevorstehende Lösung übertreffe alle bisherigen Erwartungen, berichtete der Insolvenzverwalter Christoph Junker.
Von den Interessenten hat die in Niedersachsen ansässige Schütte-Gruppe den Zuschlag für den Produktionsbetrieb und für etwa 80 der rund 100 Filialen erhalten. Die Schütte-Gruppe hat ihren Hauptsitz im ostfriesischen Großefehn und betreibt zwei Produktionsstandorte in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern, denen etwa 120 eigene Filialen angeschlossen sind. Der Backwarenhersteller beschäftigt derzeit rund 900 Mitarbeiter.
Schütte wolle den Cottbuser Produktionsbetrieb für zunächst zwei Jahre auf Pachtbasis fortführen, um dann in Cottbus in eine neue Produktionsstätte überzusiedeln.
Von den 200 Beschäftigten der beiden Cottbuser Hofmeister-Unternehmen würden 150 übernommen. Für die restlichen etwa 20 Filialen gibt es nach Auskunft des Insolvenzverwalters weitgehend Lösungen mit anderen Interessenten.
Hofmeister hatte mit seinen beiden Betriebsteilen Ende März seine Zahlungsunfähigkeit erklärt. Der Backwarenproduzent ging 1991 aus dem ehemaligen Backwarenkombinat Cottbus hervor.
Das Amtsgericht Cottbus hatte Ende März die vorläufige Insolvenz über das Vermögen der finanziell angeschlagenen Hofmeister-Gruppe angeordnet.
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