Wirtschafts- & Firmeninfos
Ligneus geht eigene Wege
Kaiser’s trennt sich von seinem Ladenbauer
Viersen (kke). Der Supermarktbetreiber Kaiser´s Tengelmann AG, Mülheim, will sich künftig auf das Kerngeschäft konzentrieren. Im Zuge der strategischen Neuausrichtung trennt sich das Unternehmen von seiner hundertprozentigen Tochter Ligneus GmbH, Viersen. Ligneus war 1925 von Kommerzienrat Josef Kaiser erworben und zur größten Schreinerei am Niederrhein ausgebaut worden.
Heute ist Ligneus ein Spezialist für Inneneinrichtung und Ladenbau, Filialkonzepte und Shop-in-Shop Lösungen. Übernommen werden Aufträge von der Planung über Fertigung bis hin zur Lieferung, Montage und Reparatur. Zu den Auftraggebern gehören neben Kaiser’s oder Obi auch Stadionbauer, Gaststätten und Bäckereiketten. Als Referenzen werden im Backgewerbe die Firmen BackWerk, Konsum Dresden eG, M+K Horsthemke Backbetriebe und Wendel Brot Ost genannt.
Seit September 2004 hat Ligneus seine Betriebsabläufe optimiert. Ende letzten Jahres wurde das Unternehmen vom NRW Ministerium für Umwelt Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz als Ökoprofit-Betrieb 2005 ausgezeichnet. Der Geschäftsbericht von 2004/2005 weist einen Umsatz von rund 20,6 Mio. Euro und damit ein Plus von 31,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus.
Ligneus beschäftigt derzeit 150 feste Mitarbeiter in zwei Werken in Viersen (Niederrhein) und in Ottendorf/Okrilla bei Dresden. Hier war 1993 ein neues Holzwerk gebaut worden. Für die Herstellung stehen damit insgesamt rd. 13.000 m² Produktionsfläche zur Verfügung.
Wie es heißt, will Ligneus jetzt die Produktion auf einen Standort konzentrieren und das Holzwerk in Viersen zum 30. April 2006 schließen. Betroffen sind 80 Mitarbeiter, für die laut Unternehmensleitung kurzfristig Regelungen zur Abfederung sozialer Härten vereinbart wurden.
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