Aktuell
Lebensmittellbestrahlung
Energischeres Vorgehen bei Verstößen verlangt
Brüssel (age). Die Europäische Kommission erwartet von den EU-Mitgliedstaaten, dass sie ihre Kontrollen bezüglich bestrahlter Lebensmittel verstärken und „angemessene Maßnahmen“ gegen Produkte ergreifen, die mit ionisierenden Strahlen behandelt wurden ohne entsprechend gekennzeichnet zu sein. Die von den EU-Ländern übermittelten Informationen zeigten, dass im Jahr 2004 rund 3,9 Prozent der im Rahmen von Stichproben kontrollierten Nahrungsmitteln bestrahlt gewesen seien, ohne als solche ausgewiesen zu sein, heißt es in einem Entwurf für einen Bericht, den die Kommission in den nächsten Wochen veröffentlichen will.
Im Jahr zuvor habe dieser Anteil noch 3,5 Prozent betragen. Von einer Produktgruppe zur anderen weiche die Zahl der Verstöße gegen die EU-Bestrahlungsregeln stark ab. Besonders häufig seien die aus Asien importierten Erzeugnisse ohne Kennzeichnung bestrahlt – obwohl keine einzige in Asien gelegene Bestrahlungsanlage von der EU zugelassen sei. Besonders betroffen seien Nudeln und Trockennudeln. In der Kategorie „Asiatische Gerichte auf Nudelbasis, Schnittchen, Pizza, TV-Snacks“ seien fünf von 14 Stichproben, das heißt 36 Prozent, bestrahlt gewesen, ohne dass dies aus dem Etikett hervorgegangen sei, zitiert die Kommission aus dem Kontrollbericht der deutschen Behörden. Erhebliche Unterschiede in den Kontrollergebnissen stellt die Kommission ferner zwischen den Mitgliedstaaten fest. In Finnland seien 35 Prozent der kontrollierten Lebensmittel bestrahlt gewesen, ohne gekennzeichnet zu sein.
In den Niederlanden habe dieser Anteil 10 Prozent betragen, in Griechenland 7 Prozent, in Großbritannien und in Polen 6 Prozent, in Dänemark 5,7 Prozent und in Deutschland 1,7 Prozent. Die Kommission führt die Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten vor allem auf die Auswahl der Stichproben und die Effizienz der verwendeten Analysemethoden zurück. In der Tat fällt die Kontrollfreudigkeit von einem Land zum anderen höchst unterschiedlich aus.
Mit 4376 entfielen rund zwei Drittel aller in der EU kontrollierten Stichproben auf Deutschland. Auf den weiteren Plätzen folgen Großbritannien mit 643 und Irland mit 586 Stichproben.
Weitere Nachrichten aus Fokus vom 07.09.2006:
Dennoch Steuererhöhung
Standortverschlechterung
Der Dreiklang von Innung, LIV und ZV
22 Teams backen für den iba Cup 2006
Der Zukunft bessere Zeiten abgewinnen
Waffelnund Leidenschaften
Wachstum von 20 Prozent
Besser mit Kaffee tanken
75 Jahre knackige Scheiben aus Burg
Hiestand bäckt große Brötchen

RSS

Zur Bildergalerie "Backkongress 2011"