Trends & Märkte

Konzentration nimmt zu

Lebensmitteleinzelhandel schrumpft auf wenige Händler


Frankfurt (ke). Der von einem harten Preiskampf geprägte Konzentrationsprozess im deutschen Lebensmitteleinzelhandel wird sich, den Ergebnissen der neueste KPMG-Studie „Trends im Handel 2010“ zufolge, weiter fortsetzen. Bis zum Jahr 2010 werden die fünf größten Anbieter ihren Umsatzanteil von 69,2 Prozent auf voraussichtlich 76,5 Prozent ausbauen. Der Marktanteil der Discounter soll im gleichen Zeitraum von 40 auf 45 Prozent wachsen. Die Billiganbieter hätten ihr Verkaufsnetz in den vergangenen zehn Jahren um 40 Prozent auf über 14.000 Läden verdichtet.

Im Gegenzug gehen die Frankfurter Marktforscher davon aus, dass sich die Zahl der kleineren Lebensmittelgeschäfte mit einer Verkaufsfläche von unter 400 Quadratmetern weiter reduzieren wird, obwohl sie sich in den vergangenen zehn Jahren schon auf 33.000 bereits nahezu halbiert hat.

Ein Grund sei die weiter sinkende Flächenproduktivität im deutschen Handel, die in den kommenden vier Jahren aufgrund von Umsatzstagnation und Überkapazitäten von 3300 Euro pro Quadratmeter Verkaufsfläche auf 2900 Euro sinken werde – ein europaweit extrem niedriger Wert.


Artikel vom 13.04.2006
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