Trends & Märkte

Kontinuierlicher Zuwachs seit Jahren

Die deutsche Bio-Branche wächst bei Umsatz und Arbeitsplätzen


Berlin (age). Auf 160.000 beziffert das „Presseforum Biobranche“, ein Zusammenschluss von Pressesprechern aus Verbänden und Unternehmen des Ökosektors, die Zahl der Arbeitskräfte, die derzeit mit der Erzeugung und dem Handel von Ökoprodukten sowie entsprechenden Dienstleistungen in Deutschland beschäftigt sind.

Die von kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägte Bio-Branche verzeichne seit Jahren einen kontinuierlichen Zuwachs von Arbeitsplätzen; mit einem Umsatzwachstum von 15Prozent sei 2005 ein Inlandsumsatz von rund 4Mrd. Euro erzielt worden, so das Presseforum. Insgesamt 22.032 zertifizierte Erzeuger, Hersteller und Verarbeiter von Bio-Lebensmitteln habe die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zum 31. Dezember 2005 registriert. Hinzu kämen die von der Statistik nicht erfassten Non-Food-Hersteller, etwa von Naturkosmetik, ökologischen Wasch- und Reinigungsmitteln und Naturtextilien sowie Zulieferer, Dienstleister, Verbände und weitere Unternehmen. Insgesamt leiste der boomende Bio-Sektor in Deutschland nicht nur wichtige Beiträge zu einer nachhaltigen Entwicklung, sondern gehöre zu den wenigen Branchen in Deutschland, von der ein Impuls für den Arbeitsmarkt ausgehe.

Der Geschäftsführer vom Demeter-Bund, Stefan Illi, wies darauf hin, dass die Beschäftigtenzahlen in der konventionellen Landwirtschaft rückläufig seien. In den Ökobetrieben gebe es „einfach mehr zu tun“. Bioland-Präsident Thomas Dosch wertete die geringfügige Zunahme der Zahl der Ökobetriebe im letzten Jahr bei gleichzeitig kräftigem Wachstum der Hersteller und Verarbeiter als Indiz dafür, „dass das Wachstum künftig an den deutschen Biolandwirten zugunsten ausländischer Anbauer vorbeigehen könnte.“ Daher müsse die Umstellung auf ökologischen Landbau auch unter Beschäftigungsaspekten weiterhin aktiv und angemessen gefördert werden. Die Mehrzahl der deutschen Bio-Hersteller produziert nach den Worten von Elke Röder, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel, in Deutschland. Außerdem erfordere die Herstellung qualitativ hochwertiger Bio-Produkte ohne die zahlreichen Hilfsmittel der Lebensmittelindustrie spezielles Know-how und Erfahrung.


Artikel vom 07.12.2006
Drucken 

Weitere Nachrichten aus Fokus vom 07.12.2006:

Zusammenarbeit intensiver
Weihnachtsgeschäft zieht an
Basel II tritt wie geplant in Kraft
Höhere Rate als Inflation
Einfach mehr Kuchen verkaufen
Die Qualität unabhängig prüfen lassen
Guter Geschmack darf etwas kosten
Einkauf – eine lästige Pflicht
Vom klassischen Ladenbauer zum Dienstleister
Bäckerbote mit 28 Partnern

Kommentare

Aktuelle Meldungen aus Fokus


Abonnenten Bereich



Hilfe




Rezept der Woche

Tomaten-Brötchen
Rezept der Woche Gebäck mit Haferkleie und getrockneten Tomaten mehr ...




ABZ Newsletter

Nutzen Sie als Abonnent kostenlos unseren wöchentlichen Informationsdienst per E-Mail.

Jetzt anmelden!