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Kontinuierliche Entwicklung mit gutem Abschluss

Letzte Generalversammlung der Bäko-Zentrale Süd unter Leitung von Dir. Albert Eurskens / In schwieriger Zeit beachtenswertes Ergebnis erzielt


Stuttgart (rs). Sicher wird die Generalversammlung 2005 der Bäko- Zentrale Süddeutschland im Stuttgarter Maritim Hotel den Mitgliedern aus wirtschaftlicher Sicht lange in guter Erinnerung bleiben. Trotz schwieriger Zeit hat Direktor Albert Eurskens mit seinen Mitarbeitern das beste Geschäftsergebnis den Mitgliedern vortragen können. Mit 8,8 Mio. Euro Warenrückvergütung und Bonifikationen, einer Dividende von 8 Prozent auf die Geschäftsguthaben und einem cash flow von 1,4 Mio Euro setzte der scheidende Direktor eine Wegmarke, die für seine Nachfolger Holger Knieling und Gunter Hahn eine Messlatte sein wird.

Volker Gögelein, der stellv. Vorsitzende des Aufsichtsrates eröffnete die GV zu Anfang wegen des verkehrstechnisch noch verhinderten AR- Vorsitzenden Ludwig Schuster. Unter den vielen Gästen konnte Gögelein als Ehrengast den früheren Präsidenten des Deutschen Bäckerhandwerks, Hans Bolten begrüßen. Das Grußwort des Zentralverbandes Gewerblicher Verbundgruppen (ZGV) überbrachte Dr. Feldmann. Er zollte Direktor Eurskens höchsten, bewundernswerten Respekt für dessen geleistete Arbeit. So auch außerhalb der Bäko Organisation, z. B. als Vizepräsident der ZVG. Feldmann gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass nach der Bundestagswahl klare politische Signale von Berlin ausgehen werden.

Geschäftsbericht 2004

Panta rhei – alles fließt – alles ändert sich! Mit diesen Eingangsworten begann Direktor Eurskes seinen umfassenden Vorstandsbericht über das Geschäftsjahr 2004. Eurskens stellte einen starken Wertewandel fest, von dem auch das Bäcker- und Konditorenhandwerk durch die ungebremste Verschärfung des Wettbewerbs betroffen sei. Zwar konnten die Verkaufsstellen mit über 47.000 in den vergangenen Jahren gehalten werden, doch rund 7500 backende Betriebe sind in den vergangenen 10 Jahren aus dem Markt ausgeschieden. 17.178 Betriebe waren zum 31. 12. 2004 noch eingetragen. In der gleichen Zeit reduzierten sich die Umsätze des Bäckerhandwerks von 12,8 auf 11,8 Mrd. Euro.

Synergieeffekte geschaffen

Diesem Abschmelzungsprozess haben Bäko Nord und Süd mit der Verringerung von 106 Genossenschaften 1994 auf 50 in 2004 rechtzeitig Rechnung getragen und von den daraus entstandenen Synergieeffekten profitiert. Eurskens gab seiner Sorge Ausdruck, dass ein gruppengerechtes genossenschaftliches Denken und Handeln, als Basis des seitherigen Erfolges in der strategischen Ausrichtung der Bäko Gruppe an Bedeutung verlieren könnte. Richtigerweise werde heute das genossenschaftliche Gleichbehandlungsprinzip differenzierter betrachtet: „Nicht alle gleich behandeln, - sondern Gleiche gleich behandeln“, so Eurskens, sei das Trumpfass und der richtige Ansatz auch im Innenverhältnis der Bäko-Gruppe in der heutigen Wettbewerbssituation.

Für die Zukunft gelte es, sich noch stärker zu vernetzen, um den wirtschaftlichen Zwängen des Marktes optimal mit genossenschaftlicher Kultur zu begegnen. Der Kernsatz, „soviel zentral wie nötig, soviel regional wie möglich“, aus der IBB Studie gelte auch weiterhin, betonte Eurskens, als ein Wunsch für die Zukunft.

Zentralen Nord und Süd

Beide Bäko-Zentralen erwirtschafteten 2004 1,3 Mrd. Euro Umsatz bei einem Rücklauf von 1,9 Prozent. Bei den 50 Regionalgenossenschaften sah es mit 1,2 Prozent Minus auf 1,7 Mrd. Euro günstiger aus. Die Genossenschaften in Österreich und der Schweiz konnten mit 9,3 und 9 Prozent einen erfreulichen Zuwachs erwirtschaften. Die Umsatzstruktur der Zentralen Nord und Süd hat sich kaum verändert. Während Nord höhere ZR- und Streckenumsätze erreicht, liegt Süd mit doppelt so hohem Lageranteil in der Wertschöpfung gut im Rennen.

Eigenmarkenwachstum

Der Erfolg der Eigenmarken mit einem Wachstum von 18 Prozent beruht laut Eurskens vor allem auf einer stetig und konsequent umgesetzten Bäko-Markenstrategie. Auch die Zweitmarke „Zwei-Plus“ konnte auf deutlich niedrigem Umsatzniveau ein rasantes Wachstum erzielen. Außerordentliche Steigerungen gab es auch im Lagercontainerumschlag. Auch bei der Entwicklung im Dollar- Referenzkurs hatte man bei den 2004 getätigten Importen eine glückliche Hand. Der Umsatzrückgang insgesamt von 3 Prozent oder 12,3 Mio. Euro spiegelt in wesentlichen Bereichen den Markt wieder so Eurskens. Die Umsatzverluste sind bei den Rohstoffen (0,88 %), Handelswaren (6 % als auch der Warengruppe Maschinen/ Einrichtungen (11 %) zu finden. MeisterKaffee hat sich trotz permanentem Preisdruck im gesamten Kaffeemarkt gut behaupten können (Marktanteil 1,2 %), obwohl das backende Handwerk zwischen 1998 und 2003 sogar 73 Prozent seiner Kaffeeumsätze einbüßte.

Positive Perspektiven

Positiv entwickelte sich die TK- Ware mit 2 Prozent plus. Papier/Verpackung konnte zwischen ca. 1- 2 Prozent zulegen. Als tollen Erfolg bezeichnete Eurskens den Anstieg der durchschnittlichen Konzentrationsquote auf 82,5 Prozent bei den Rohstoffen. Im Bereich Marketing und Dienstleistung konnte die Bäko mit Themen wie Wellness und Gesundheit Aufmerksamkeit erreichen. Innovative Produkte von Bärlauch bis Dinkelsprossen von geschnittenen Oliven bis getrockneten Tomaten beleben das Angebotsbild. Trotz zaghaftem Anfang, da ist sich Dir. Eurskens sicher, wird das Frischeiskonzept genau so erfolgreich wie der Snackexpress ankommen.

Mit dem letzten Vorstandsbericht hat Direktor Albert Eurskens eine Zielvorgabe für die Bäko- Gruppe auf regionaler wie zentraler Basis formuliert, die als Vermächtnis bezeichnet werden kann. „Die optimale Kostenführerschaft bei höchster Servicequalität zu erreichen und durch Bündelung aller Kräfte, für unsere Mitglieder bestmögliche Konditionen im Kampf um den Kunden zur Verfügung zu stellen“.

Regularien

Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat wurde an Stelle des ausscheidenden Dir. Karl Eichler, Ingolstadt, Dir. Udo Bauer von der Bäko Franken einstimmig gewählt. Im Aufsichtsratsamt bestätigt wurden LIM Volker Gögelein, Mainz, GF Alfred Aigner, Taufkirchen und Ing. Wolfgang Maurer, Wien.

Die Generalversammlung 2006 findet am 19. Juni in Würzburg statt.


Artikel vom 30.06.2005
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