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Klimawandel verknappt Rohstoffe
19. Bäko-Workshop in Fulda wartete mit hochkarätigen Referenten auf / 350 Gäste beim Branchentreff

ZDF-Moderatorin Petra Gerster (links) wurde nach ihrem medienkritischen Vortrag von Bettina Emmerich-Jüttner, Geschäftsführerin des Bäckerinnungsverbandes Niedersachsens, mit dem gleichnamigen Gerster-Brot beschenkt. F
ZDF „heute“-Moderatorin Petra Gerster machte den Auftakt, und appellierte an die Macht der Nachrichtenkonsumenten, die Medien mit dem Finger am Knopf der Fernbedienung zum Qualitätsjournalismus zu zwingen. Nur etwa 1 Prozent der täglich produzierten Meldungen landet beim Zeitungsleser oder Fernsehzuschauer und wirklich wesentliche Nachrichten blieben im Strom der Informationsflut oft auf der Strecke, so Gerster. Allein durch die Auswahl können mächtige Medien Meinung beeinflussen, „sogar mit Tatsachen lügen“, so Petra Gerster.
Keine guten Aussichten für die „bestmögliche“, heißt sachdienliche Information über eines der brisantesten Themen der Gegenwart und deshalb auch Schwerpunktthema des Workshops: Der Klimawandel. Dass der enorme CO2-Ausstoß weltweit Auswirkungen auf unser Weltklima hat, daran ließen Referenten, wie Dr. Gunther Tiersch, Leiter der Wetterredaktion beim ZDF, Dr. Petra Högy, Universität Hohenheim und Jan Peters, internationaler Experte für Agrarrohstoffe, keinen Zweifel. Wie unmittelbar die Auswirkungen Landwirte, Müller und Bäcker betreffen, wurde bis hin zur geringeren Größe der Getreidekörner, geänderte Teigeigenschaften im Kneter und schlussendlich ein geringeres Brotvolumen verdeutlicht. Der Klimawandel wird den Weizen nicht nur verknappen, sondern auch seine Qualität negativ beeinflussen. Dr. Petra Högy machte keinen Hehl daraus, dass Sie sich mit der Wahl des Titels, „Kein Bier, kein Brot, keine Pommes“, den Gesetzen der Mediengesellschaft angepasst hat, um den wissenschaftlichen Studien Gehör zu verschaffen.
Das Schwerpunktthema flankierte ein Potpourri spannender Vorträge: Allein für die praktische Demonstration der Wirkung eigener Überzeugungen, der eigenen Leidenschaft für die Ziele des Unternehmens von Erfolgstrainer Jörg Löhr oder die aufgezeigten Parallelen zwischen dem Orchesterdirigieren und der Unternehmensführung hatte sich der Weg nach Fulda gelohnt – Nur wem es als Dirigent gelingt die individuellen Fähigkeiten seiner Mitarbeiter dem gemeinsamen Unternehmensziel zu verpflichten, wird Erfolg haben. Dabei wurden in Fulda auch typische Sichtweisen auf den Prüfstand gestellt und oft als veraltet verabschiedet oder irrig entlarvt: Nicht die eigenen Schwächen, wie bereits in der Schule gelernt, gilt es zu verbessern, sondern die Stärken zu stärken; nicht zwei lethargische Mitarbeiter zu motivieren, sondern mit den Zehn motivierten das Tempo zu forcieren, so Dirigent Christian Gansch. Hart klingende Essenzen, die aber im Kontext der Vorträge ihre Plausibilität gewannen.
Zum Abschluss präsentierte die Bäko Berlin als Veranstaltungsort für den großen Jubiläums-Workshop im Jahr 2008.
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