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Keine Entwarnung
Jodversorgung weiterhin auf niedrigem Niveau
Jena (p). „Die Jodversorgung in Deutschland befindet sich weiterhin auf einem niedrigen Niveau.“ Zu diesem Ergebnis kommt Michael Thamm vom Robert Koch-Institut auf dem Symposium „Jodmangel in Deutschland – immer noch ein Problem?“ anlässlich der wissenschaftlichen Tagung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Jena.
Eine für Mecklenburg-Vorpommern repräsentative Kohortenstudie mit Erwachsenen zeigt, dass sich die Jodversorgung innerhalb von fünf Jahren nicht verbessert hat. 2006 blieb im Vergleich zu 2001 die Jodausscheidung, das von der WHO empfohlene Monitoringinstrument für die Jodversorgung, trotz der vielen Bemühungen um Aufklärung beinahe konstant. „Es ist zu befürchten, dass diese Beobachtung auf ganz Deutschland übertragen werden kann“, sagt Thamm. „Eine Entwarnung sollten wir vorerst nicht geben.“ Repräsentative Ergebnisse der derzeit vom Robert Koch-Institut für ganz Deutschland durchgeführten Kohortenstudie DEGS (Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland) werden Anfang 2012 vorliegen.
Um sich optimal mit Jod zu versorgen, empfiehlt der Arbeitskreis Jodmangel, ein- bis zweimal pro Woche Seefisch zu essen, zu Hause ausschließlich mit Jodsalz zu würzen und beim Einkauf mit Jodsalz hergestellte Lebensmittel zu bevorzugen.
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