Meinung

Kein Dauerauftrag


Vornehmlich in Fußgängerzonen wird man von links und von rechts von dynamischen Vertriebsleuten angequatscht, die Sensationelles zu bieten haben: den günstigsten Stromlieferanten, den besten Telefonanbieter, die meist gelesene Tageszeitung. Es wird darauf gedrängt, am Besten gleich an Ort und Stelle einen Vertrag zu unterschreiben, mit dem eine dauerhafte Bindung vereinbart wird. Der Weg bis zu einer solchen Unterschrift ist für die Unternehmen steinig. Jede Menge guter Argumente sind nötig, bis überhaupt einer von vielen zusagt. Auch diverse Begrüßungsgeschenke müssen nachgeschoben werden, um dem neuen Kunden den Beitritt zu versüßenAber wenn erst unterschrieben ist, dann lohnt sich das: Für die nächsten Monate oder gar Jahre ist der neue Kunde fest mit der Dienstleistung verbunden und gebunden. Beständige Umsätze können fest eingeplant werden und auch von den Angeboten der Konkurrenz ist der Kunde in nächster Zeit immun. Für manche Produkte und Dienstleistungen sind solche vertragliche Bindungen gang und gäbe. Für andere wiederum ist so etwas undenkbar. Oder können wir uns Aktionsstände mit Drücker–Kolonnen vorstellen, die Exklusivverträge mit einem Bäcker anbieten?

Abmachungen, mit denen man einer monatlichen Flatrate zugestimmt hat, die für die nächsten zwei Jahre zur Abnahme eines bestimmten Backwarenkontingents Tag für Tag verpflichtet? Bäckereien können es sich sparen, so unter der Gürtellinie um Kunden zu buhlen. Eines muss uns auf der anderen Seite aber auch klar sein: Wenn wir nun mal mit unseren Kunden keine Dauerverträge haben, dann kann es gut sein, dass die nach der kleinsten Enttäuschung mir nix dir nix verschwunden sind!

Informationen:

Telefon 07143 961411

www.us-beratung.de


Artikel vom 02.09.2009
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