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Jodsalzeinsatz gut und unbedenklich

Bäcker und Fleischer sollten sich nicht verunsichern lassen / Bisher erzielte Erfolge sprechen für die Jodsalzprophylaxe


Groß-Gerau (p). Die Verwendung von Jodsalz in Haushalten, Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung und vor allem in Bäckereien und Fleischereien hat in den letzten Jahren zu einer spürbaren Verbesserung der Jodversorgung geführt. Wie Prof. Dr. med. Roland Gärtner Mitglied des Arbeitskreises Jodmangel in einer Pressemeldung mitteilt, ist die Folge davon ein deutlicher Rückgang jodmangelbedingter Schilddrüsenvergrößerungen (Kröpfe) eine gebietsweise nahezu optimale Jodversorgung von Schülern und teilweise eine verbesserte Jodversorgung von Schwangeren.

Doch das Jodmangelproblem sei noch lange nicht gelöst. Vor allem Jugendliche und Erwachsene seien stark vom Jodmangel betroffen. Bei einer bundesweiten Studie wurden bei insgesamt 33 Prozent der untersuchten Frauen und Männer eine vergrößerte Schilddrüse oder Knoten festgestellt, und zwar ohne dass die Betroffenen es wussten. Deshalb müssten Maßnahmen zur Verbesserung der Jodversorgung weiterhin auf breiter Ebene erfolgen. Mit Back- und Fleischwaren, die mit Jodsalz hergestellt sind, können Bäcker und Fleischer einen wichtigen Betrag dazu leisten.

Trotz der erzielten Erfolge in Deutschland, den langjährigen wissenschaftlichen Erkenntnissen und den Erfahrungen der jahrzehntelangen Speisesalzjodierung in über 50 Ländern der Welt werden von bestimmten Gruppen immer wieder Kritiken laut, dass die Verwendung von Jodsalz mit gewissen Risiken „erkauft“ werden müsse. Zu den Hauptargumenten und immer wieder genannten „Risiken“ ist folgendes zu sagen: Die Verwendung von Jodsalz beruht in Deutschland auf dem Freiwilligkeitsprinzip, sie unterliegt also keinem Zwang. Sie ist aber notwendig, weil Jod in unseren Nahrungsmitteln – mit Ausnahme von Seefischen – nicht oder nur in unzureichenden Mengen vorkommt, das Spurenelement von der Schilddrüse aber für die Produktion der lebenswichtigen Schilddrüsenhormone benötigt wird. Außerdem gibt es nach wie vor Speisesalz, das kein Jod enthält. Der als sicher geltende Maximalwert von 500 Mikrogramm Jod pro Tag wird nie überschritten, auch wenn Jod aus verschiedenen Quellen aufgenommen wird.

Fazit: Von Jodsalz und damit hergestellten Lebensmitteln gehen keinerlei gesundheitlichen Risiken aus. Alle Argumente gegen Jodsalz sind wissenschaftlich nicht haltbar und daher nicht vertretbar. Die Verwendung von Jodsalz in einem Jodmangelgebiet wie Deutschland schützt die Bevölkerung vielmehr vor den gesundheitlichen Folgen des Jodmangels. Deshalb muss die Prophylaxe mit Jodsalz auf breiter Ebene konsequent und nachhaltig durchgeführt werden. Dies fordern auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Unicef und andere internationale und nationale Institutionen wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V.

Bäcker und Fleischer sind deshalb aufgerufen, diese risikolose und gesundheitsfördernde Vorsorgemaßnahme weiter nachhaltig zu unterstützen, sich durch anders lautende Erklärungen nicht verunsichern zu lassen und durch Verwendung von Jodsalz zu einer dauerhaften Verbesserung der Jodversorgung und Vermeidung von jodmangelbedingten Schilddrüsenkrankheiten beizutragen.


Artikel vom 25.08.2005
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