INTERVIEW der woche
In der Branche weht ein frischer Wind
ABZ: Die Aussteller für Bäcker und Konditoren sind künftig in der neuen Halle B6 versammelt. Sind Sie ausgebucht und gibt es immer noch eine Warteliste?
Claudia Johannsen: Die Halle B6 am Foyer Süd wird erstmals zur diesjährigen Internorga in Betrieb genommen und beherbergt den Themenschwerpunkt „Bäckerei- und Konditoreibedarf, Ladenbau“. Mit rund 13.000 Quadratmetern ist sie die größte Halle der Neuen Messe Hamburg. Sie ist wie die anderen Hallen ebenfalls komplett ausgebucht. Was die Warteliste angeht: Wir verfügen zur Zeit zwar noch für alle Bereiche über eine Liste, hoffen aber, dass wir diese sukzessive abbauen werden.
ABZ: Sehen Sie einen Trend in der Branche und hat sich entsprechend das Messekonzept etwas verändert?
Claudia Johannsen: Es ist eine der Stärken der Internorga, alle Bereiche für den Außer-Haus-Markt abzudecken. Daher werden wir an diesem Erfolgskonzept nicht rütteln und grundsätzlich die inhaltliche Struktur der Internorga beibehalten. Das heißt, dass wir die einzelnen Themenschwerpunkte gleichwertig behandeln. Der Bereich Bäckerei- und Konditoreibedarf, Ladenbau kann sich ja in diesem Jahr in der neuen Halle B6 auf so viel Ausstellungsfläche wie noch nie zuvor präsentieren. Zudem schaffen wir mit dem Kongress Hamburg Global Bake ein hochklassiges internationales Forum für die Backbranche.
ABZ: Was hat sie dazu bewogen, einen internationalen Backkongress auszurichten?
Claudia Johannsen: Mit dem Backkongress Hamburg Global Bake hat die Hamburg Messe zum ersten Mal eine hochwertige internationale Branchenplattform für das gesamte Backgewerbe geschaffen. Dazu erwarten wir Teilnehmer aus dem In- und Ausland. Unter dem Motto „Unser täglich Brot“ werden renommierte Referenten aus dem In- und Ausland Erfolgskonzepte, Trends und Marktpotenziale aus Asien, Amerika und Europa rund um die Backbranche präsentieren. Das Informationsbedürfnis in der Branche steigt angesichts der Globalisierung und sich wandelnder Märkte kontinuierlich an. Hamburg Global Bake gibt Inhabern und Führungskräften aus dem Backgewerbe, der Zulieferindustrie, dem Fachhandel sowie dem Marketing und der Unternehmensberatung Anregungen und Orientierung und stellt internationale Konzepte und Ideen vor.
ABZ: Die Internorga bietet den Bäckern und Konditoren traditionell den Blick über den Tellerrand. Welchen Tipp können Sie den Besuchern aus der Branche geben?
Claudia Johannsen: Der konzeptionelle Ansatz der Internorga erlaubt Ausstellern wie Fachbesuchern wie nirgendwo sonst in Europa über eigene Grenzen zu schauen und fördert den Austausch zwischen den einzelnen Branchen. Hier in Hamburg stellen fast alle Marktführer aus, viele Unternehmen präsentieren ihre Neuheiten und warten dafür zum Teil extra auf den Internorga-Termin. Da Bäckereien und Konditoreien immer stärker in den Außer-Haus-Markt hineinwachsen, lohnt es sich, nicht nur die Angebote in ihrem Bereich anzuschauen, sondern auch die anderen Hallen zu besuchen. Dort finden sie nicht nur die neuesten Trends im Nahrungs- und Getränkebereich, sondern können sich auch über innovative Bistroeinrichtungen oder aktuelle Entwicklungen in der Küchentechnik informieren.
ABZ: Wie schätzen Sie die weitere Entwicklung in Sachen Investitionen ein? Kann man von einer anhaltend positiven Stimmung sprechen?
Claudia Johannsen: Die Situation in der Gastronomie und Hotellerie hat sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren verbessert, die Branche befindet sich im Aufwind. Trotz der Mehrwertsteuererhöhung gibt sich die komplette Branche insgesamt sehr zuversichtlich und ist investitionsfreudig. Diese positive Stimmung wird sich auch auf der Internorga als Leitmesse für den gesamten Außer-Haus-Markt widerspiegeln.
ABZ: Gibt es im Zusammenhang mit der Internorga Anzeichen dafür, dass es mit dem Bäckerhandwerk weiterhin aufwärts geht?
Claudia Johannsen: In der gesamten Branche weht ein frischer Wind. Dieser Aufwärtstrend spiegelt sich natürlich auch in der Bäckerbranche wider und wir hoffen, dass von der Internorga entsprechende Impulse ausgehen.
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