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Immer weniger Geld fürs Essen


Bonn (rgb). Weil sich das Einkommen der Bürger im Laufe der Jahrzehnte stärker erhöht hat als die Nahrungsmittelpreise geben Familien in Deutschland immer weniger Geld für Nahrungsmittel aus. Der durchschnittliche Haushalt verwendete im Jahr 2004 nur 11,7 Prozent des Einkommens für den Einkauf von Lebensmitteln, berichtete das Landvolk Niedersachsen. Im Jahre 1980 waren es noch 16,7 Prozent. In den 1950-er Jahren wurde sogar fast die Hälfte des Lohns in Essen und Trinken investiert. Das geht aus dem aktuellen Situationsbericht des Deutschen Bauernverbands hervor. Ein Beispiel: Ein Industriearbeiter verdient heute rund 19 mal so viel wie im Jahr 1950.

Da die Brotpreise in dieser Zeit lediglich um das 8,5-fache gestiegen sind, kann sich ein Arbeiter heute mehr als doppelt so viel Brot für seinen Lohn kaufen als noch vor fünfzig Jahren. Das bei der Ernährung eingesparte Geld hat den Lebensstandard erhöht.


Artikel vom 27.01.2006
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