Wirtschafts- & Firmeninfos

Hug will Backwarenexport steigern

Plus beim Umsatz / Den deutschen Markt mit klassischen Süßwaren im Visier


Malters (kke). Die Schweizer Großbäckerei Hug AG hat 2005 den Umsatz von 77,8 Mio. Fr. auf 78,8 Mio. Fr. (50,8 Mio. Euro) steigern können. Tonnenmäßig ging der Umsatz aber zurück. Rückschläge gab es vor allem beim Süßgebäck. Im vergangenen Jahr wurden 4350 Tonnen Backwaren (2004: 4773 t) produziert. Das Unternehmen beschäftigt an den Standorten in Malters und Willisau 243 Mitarbeiter. Hergestellt werden u.a. Cracker, Zwieback, Salzgebäcke, Biscuits, Tiefkühlbackwaren und Frischgebäcke für den Einzelhandel und die Gastronomie. Im vergangenen Jahr wurden „Dar Vida Cracker“ und das erste fettfreie „Guezli“ in Riegelform neu auf den Markt gebracht.

Hug verlor im letzten Jahr zwei ausländische Aufträge, die zur Auslastung der Produktion dienten, aber nur eine geringe Wertschöpfung gehabt hätten, hieß es auf der Pressekonferenz über das abgelaufene Geschäftsjahr.

Auswirkungen hatte zudem das Aus der Bon-Appetit-Gruppe, bei der Hug Hauslieferant war. Dies, sowie der schrumpfende Süßwaren-Markt führten dazu, dass der Umsatz mit Süßgebäcken um 11 Prozent auf 18,9 Mio. Fr. zurückging. Die Einführung der Tiefkühlbackwaren im Schweizer Detailhandel sei hingegen zufrieden stellend verlaufen. Auch die anderen Produkt-Gruppen hätten zugelegt.

Wie im Vorjahr erwirtschaftete Hug 10 Prozent des Umsatzes im Ausland. Der Export von Gastro- und Bäckerei-Backwaren konnte stark gesteigert werden, vor allem in Deutschland und Frankreich. Auch die neuen Cracker seien im Ausland auf ein gutes Echo gestoßen. Ab Mitte diesen Jahres will man hier mit den klassischen Süßwaren wie Willisauer-Ringli, Leckerli und Stängeli Fuß fassen. Geplant ist zudem die Präsenz im Raum Moskau. Für 2006 erwartet das Familienunternehmen ein Umsatzwachstum von 4 Prozent.


Artikel vom 27.01.2006
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